Eine kleine Stadt, die nördlich von Ulm und südlich von Aalen liegt, ist Heidenheim. Die Stadt selber ist recht klein. Aber sie ist recht bekannt durch den Fußballverein, der in Heidenheim ansässig ist. Mehrere Jahre spielte Heidenheim an der Spitze der zweiten Liga. Inzwischen ist Heidenheim Bundesligist, zusammen mit Bayern München und Borussia Dortmund. In der vergangenen Saison, 2024/2025 entging der 1. FC Heidenheim sehr knapp dem Abstieg aus der Bundesliga.
Aber Heidenheim hat durchaus auch mehr zu bieten als einen Fußballverein.
Heidenheim liegt so wie manche Stadt zu großen Teilen im Tal. Es handelt sich um das Brenztal, durch das der gleichnamige Fluss Brenz fließt. Gewissermaßen über der Innenstadt thront aber das Schloss Hellenstein.

Heidenheim ist durchaus eine Stadt mit Geschichte, bereits zu Römerzeiten befand sich in der heutigen Innenstadt ein Römerlager am Alblimes. Das damalige Gebiet ist heute aber vollständig überbaut. Funde aus Römischer Zeit finden aber Platz in einem Museum.
Ich bin beileibe kein Ortskundiger in Heidenheim, aber ein wenig kann ich mich orientieren.
Das Schloss Hellenstein
Das Schloss liegt deutlich höher als die Innenstadt. Es gibt mehrere Wege zum Schloss und es geht dabei recht Steil, entweder über Treppen in einer eher engen Gasse oder über eine Grünanlage, wo der Weg zum Schloss hin doch recht steil ist. Mit den Auto ist es möglich an einem Parkplatz nahe dem Schloss zu parken, wo der Zugang weniger steil ist.





Es ist immer beachtlich solche Bauwerke zu betrachten, die doch viele Jahre überdauert haben. Sicher, das Kolosseum in Rom ist bedeutend älter. Aber manche der Steine und Mauern sind einfach schon sehr alt und viele Menschen waren über die Jahrhunderte an diesem Ort gewesen.
Für uns ist es ja fast unmöglich in diesen langen Zeiträumen zu denken. Die meisten Menschen werden nicht älter als ein Jahrhundert. Und da sind Bauwerke, die hunderte Jahre alt sind schon ein Zeuge für das Kommen und Gehen der Menschen und für die Kürze der menschlichen Lebenszeit.
Innenstadt
Hier gibt es alles, was man so von einer Innenstadt erwartet. Ein Einkaufszentrum. Eine Fußgängerzone, Rathaus, Restaurants, Eisdielen, Brunnen. Man kann wirklich Zeit in Heidenheim verbringen.
Aus meiner Sicht „muss“ man eigentlich wiederholt an Orte kommen, dort zu unterschiedlichen Tageszeiten, zu unterschiedlichen Jahreszeiten sein. Allein das Wetter und die Vegetation machen manchmal große Unterschiede. Zudem kommen auch Zeiten, an denen mancher Ort besonders geschmückt ist.
Die Realität ist, dass man selbst, wenn man jetzt mit touristischer Ambition dort unterwegs ist, vermutlich nur einen Bruchteil dessen wahr nimmt, was den Ort besonders macht. Manchmal muss eine Gasse oder ein Denkmal auch erst ins rechte Licht gerückt sein, dass sie wirklich ins Auge fallen und man nicht nur gedankenlos daran vorbei geht.
Anbei noch ein paar Eindrücke






Pauluskirche
Ein auffälliges Bauwerk in der Innenstadt ist die Pauluskirche. Bei meinem ersten ausgiebigen Besuch hatte ich die Kirche nur von außen gesehen. Bei meinem zweiten Besuch konnte ich die Kirche auch von innen bestaunen. Ich staune da besonders über die Handwerkskunst. Ich fange ja auf den Bildern nur das fertige Kunst-Werk der Architektur ein. Das erfordert um Welten weniger Kunstfertigkeit als sie die Erbauer dieses und vieler anderer Kirchengebäude hatten.





Das Rathaus
Vor dem Rathaus von Heidenheim kann man einen wunderbaren Blick zum Schloss erhaschen (siehe Bild weiter oben). Das Rathaus ist ziemlich zentral gelegen und ist im engeren Sinn kein Gebäude von historischen Interesse. Ein paar atomsphärische Bilder lassen sich angesichts der Reflektionen in den vielen Fenstern trotzdem machen.
2023 war das Rathaus hinter Baugerüsten verschwunden wegen Sanierungs und Umbauarbeiten und wird nun vermutlich etwas anders gestaltet daher kommen.



Kurz-Fazit
So wie bei der Besteigung des Ulmer Münsters wird man in Heidenheim beim Besuch des Schlosses mit einem wunderbaren Ausblick belohnt. Von oben herunter zu schauen gibt einen ganz anderen Eindruck von der Höhe als von unten herauf zu schauen. Das jedenfalls ist das, was ich beim Gedanken an Heidenheim am deutlichsten vor meinem inneren Auge habe. Aber es gibt noch viel mehr zu sehen.



