Für mich ist Fotografieren besonders. Vor ungefähr 20 Jahren habe ich angefangen meine ersten Gehversuche mit einer Kamera zu machen. Ich hatte mir damals so eine kleine Kompaktkamera mit einem kleinen 3fach-Zoom-Objektiv zugelegt.
Winterlicher Sonnenuntergang, Fotografiert mit der Traveler Slimline X6, meiner ersten Digital-Kamera, November 2008
Kreativiät in der Kindheit
Ich bin ein kreativ veranlagter Mensch. In meiner Kindheit und Jugend habe ich gern gezeichnet und gemalt, eigentlich nie richtig gut, tatsächlich habe ich eher karikatur-artige Zeichnungen angefertigt. Das exakte, maßstabsgetreue, realistische Zeichnen war nicht meine Stärke. Vielleicht hat mir dazu auch einfach die richtige Technik gefehlt.
Die Zeit rinnt sprichwörtlich dahin. Jeden Moment. Wir können sie nicht festhalten.
Die Zeit ist begrenzt. Für jeden Menschen ist die Zeit auf dieser Welt begrenzt.
Ich weiß nicht, wie viel Lebenszeit mir noch bleibt.
Mein Leben ist eine Aneinanderreihung von fliehenden Momenten. Sie kommen und gehen.
Ich kann die Sonne nicht davon abhalten, dass sie morgens am Horizont erscheint. Ich kann sie nicht bremsen, wenn sie hinter dem Horizont verschwindet und die Dämmerung einsetzt.
Man könnte jetzt sagen, das seien melancholisch gefärbte Gedanken.
Und ja, ich würde sagen, es sind Gedanken, die bedrückend sein können, weil sie deutlich machen, dass man als Mensch nur begrenzte Kontrolle über sein Leben hat.
Aber ich brauche diese Überlegungen um klug mit meinen Begrenzungen und meinen Möglichkeiten hauszuhalten.
Mit der Kamera versuche ich Bilder von besonderen Augenblicken einzufangen. Diese Bilder sind Erinnerungen von fliehenden Momenten. Sie frieren gewissermaßen einen kurzen Moment in der Zeit ein. Ich bestimme den Bildausschnitt, bestimme das, was zu sehen ist und auch das, was auch nicht zu sehen ist.
Manche Bilder lassen einen, wenn man es zulässt, nachdenklich zurück, selbst wenn der Inhalt auf den Blick banal erscheint, einfach weil im Bild die schlagartige Vergänglichkeit des eingefangenen Augenblickes förmlich zu greifen ist.
Für uns ist es heute selbstverständlich, farbige Displays zu nutzen. Vermutlich ist das Display, auf dem dieser Artikel gelesen wird, ein Farbdisplay.
Farbdarstellung in einem Medium ist immer wesentlich komplexer als z.B. eine Darstellung in Schwarz-Weiß.
Ich kann mit einem dunklen Stift auf einem hellen Untergrund kritzeln, malen, schreiben, zeichnen… Aber wenn Farbe ins Spiel kommt, wird alles wesentlich vielfältiger. Ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten tut sich auf. Welche Farben sollen mein Farbstifte haben, die ich einsetze?
Wenn es schon zwischen hell und dunkel viele Nuancen gibt, wie viel mehr gibt es bei den Farben feine Unterschiede?
Mich bringt es immer wieder zum Staunen wie sich die Farben auch in der Natur im Lauf des Jahres in mitteleuropäischen Gefilden verändern und sie immer wieder neu andersartig strahlen.
Fotografisch verfolgen manche den Ansatz, einen Großteil ihrer Bilder in Schwarz-Weiß zu halten. Und technisch hat das natürlich auch seine Wurzeln in der geschichtlichen Entwicklung der Fotografie. Farbfilme sind erst eine spätere Entwicklung gewesen. In weiten Teilen auf Farbe zu verzichten, fände ich jedoch schade. Wir nehmen die Welt eben auch in Farbe wahr.