Schlagwort: licht

  • An „langweiligen“ Orten Bilder machen

    Ich bin mehr der Typ, der gern an besonderen Orten fotografiert, mit Sehenswürdigkeiten, besonderer Architektur, am besten noch bei besonderen Anlässen.

    Aber was, wenn der Ort, an dem man sich befindet, wenig spektakulär ist, wenn er einfach durchschnittlich, wenig besonders – kurz gesagt – einfach langweilig ist? (Nicht nur, weil man alles schon so oft gesehen hat?)

    Der Weg am Zaun ist an sich kein spannendes Motiv. Aber durch den hell ausgeleuchteten Weg wird man quasi am Zaun entlang geführt. Was sich wohl hinter der Kurve befindet? 2026

    Was, wenn es ein Ort ist, ohne besondere Sehenswürdigkeiten, ohne eine besondere natürliche Gegebenheit (wie ein Blick auf ein Gebirge oder aufs Meer)? Was, wenn es ein Ort ist, an dem wenig los ist, an dem einfach das alltägliche, „langweilige“ Leben stattfindet? Ich denke an eine kleine Stadt oder ein Dorf, scheinbar ohne Besonderheiten oder sonst etwas, was des Fotografierens Wert erscheint.

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  • Ein Hauch von Sommer im Winter

    Im Winter in Deutschland ist es ganz einfach so, dass die Vegetation – sagen wir einmal – nur noch schwach ausgeprägt ist. Die kahlen Bäume versprühen einen Hauch von Tod, das Licht ist meist trüb und die Temperatur oft klirrend kalt.

    Nachmittag im Winter.

    Wenn ich an den Dezember denke, dann denke ich oft an wenig Tageslicht, an Kerzen, an künstliche Beleuchtung. Aber ich denke nicht an Pflanzen, an Sonnenschein und strahlende Landschaften.

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  • Reflektionen

    Was genau ist eigentlich eine Reflektion? Eine Reflektion ist eine Widerspiegelung. Ein Lichtstrahl wird z.B. von einem Spiegel großteils zurückgeworfen.

    Die von der Abendsonne beleuchteten Gebäude werden in der Donau reflektiert. Die Fenster des hohen Donau-Centers reflektieren teils im Detail die Abendsonne.

    Man könnte sagen, das Gegenteil einer Reflektion ist eine Absorption. Bei einer Absorption bleiben die Lichtstrahlen im Objekt, das das Licht wird absorbiert und das Objekt wird dabei erhitzt. Wenn Licht vollständig absorbiert wird, dann erscheint uns der Gegenstand schwarz.

    Bei einer weißen oder farbigen Hauswand wird das Licht sowohl teil-absorbiert als auch zu unterschiedlichem Grad teil-reflektiert. Meistens sprechen wir explizit von Reflektionen bei Spiegeln, bei Glas, bei Wasser, aber auch Metalle reflektieren teilweise verstärkt das Licht.

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  • Abendliche Stimmung im Winter (München)

    Im Winter bewegt sich die Sonne schnell tiefer, wenn sie untergeht.

    Eine Aufnahme am Morgen. Ich mag, wir es aussieht, als ob die Kräne miteinander interagieren, 2025

    Nach einem Termin in München hatte ich noch etwas Zeit bis der Zug aus dem Bahnhof auslaufen sollte. Ich war in der Nähe der Theresienwiese, hatte zwei Kameras dabei, die mehr als 10 Jahre alt waren und auch damals schon technisch vielen Kameras unterlegen waren, was die reine Bildqualität angeht, besonders, was Dynamikumfang, Bildrauschen und derartige Qualitäten des Bildsensors anging. Insbesondere das verwendete Zoom-Objektiv ließ nur vergleichsweise wenig Licht auf den Sensor.

    Kaiser Ludwig Denkmal, 2025
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  • „Schlechte“ Bedingungen zum Vorteil nutzen – Straßenbilder in Ulm

    Kürzlich musste ich – bei regnerischem Wetter und trübem Himmel – nach Ulm. Wenn es geht, habe ich meine Kamera dabei, das vorrangige Ziel war aber eine Erledigung, Bilder zu machen war höchstens Nebensache. Die zeitlichen Rahmenbedingungen konnte ich begrenzt steuern, eigentlich war klar, dass ich im Dunkeln ankommen würde und dann nach meiner Erledigung mit dem Zug wieder zurück fahren würde.

    Deshalb hatte ich dann ein kleines Zeitfenster für den Weg zum Bahnhof und evtl. ein paar „fotografische Umwege“. Tagsüber war das Licht sehr trüb gewesen, teils war es unter den Regenwolken sehr dunkel.

    Und obwohl das nasskalte Wetter alles andere als einladend war, zeigte sich nach Anbruch der Dunkelheit dann doch, dass auch solche Bedingungen zur richtigen Zeit und mit der „richtigen“ Ausrüstung ein Vorteil sein können. (Dazu später noch mehr)

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  • Bild-Gestaltung

    Was macht ein Bild aus, das ins Auge springt, das die Aufmerksamkeit seines Betrachters wenigstens einige Sekunden lang gewinnt?

    Das ist gewissermaßen gar nicht so einfach zu sagen und der kurze Beitrag hier soll keine Anleitung darstellen, sondern nur eine kurze Überlegung in eigene Worte gefasst.

    1. Ein klares Motiv

    Eine fesselnde Bildgestaltung hat zuerst einmal ein klares Motiv. Dabei muss das Motiv an sich gar nichts Außergewöhnliches sein.

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  • Licht

    Es mag banal erscheinen. Aber wir sind auf Licht angewiesen. Unsere Augen sind dafür geschaffen, Licht aufzunehmen und unser Gehirn verarbeitet die Sinneseindrücke und schafft in uns ein Bild von der Welt. Natürlich sehen wir nur jene Lichtwellen-Frequenzen, die unsere Augen wahrnehmen können, es gibt mehr als wir sehen und wahrnehmen können.

    Andere Lebewesen nehmen dieselbe Welt anders war als wir. Sie sehen teils Dinge, die unseren Augen verborgen sind und sehen Dinge nicht, die wir selbst aber wahrnehmen.

    Licht ist vielfältig. Lichtquellen gibt es viele. Die Sonne. Die Sterne. Der Mond, der seinerseits die Strahlen der Sonne abstrahlt. Licht durch Feuer. Licht durch elektrische Entladungen in Form von Blitzen. Menschengemachte Lichtquellen in allen Variationen.

    Ein und derselbe Ort kann unter verschiedenartigem Licht mal trüb, mal bedrohlich, mal pulsierend, mal gemütlich und mal wunderschön wirken.

    Wie wichtig und wertvoll Licht ist und wie wichtig und wertvoll unsere Augen für uns sind, merken wir häufig dann, wenn das Licht Mangelware ist. Licht ist lebenswichtig für uns. Ohne Licht haben wir keine oder nur eine vergleichsweise stark eingeschränkte Orientierung.

    Licht ist erstaunlich. Es offenbart uns die Schönheit der Welt in all ihrer Komplexität und all ihren Details. Ich bin tatsächlich auch der Meinung, dass uns Licht, das diese Welt hell und für uns dadurch besonders erfahr- und erlebbar macht, zeigt, dass es jemanden geben muss, der diese Welt ins Leben gerufen hat. Die Ordnung, die Schönheit und die Weisheit und Kraft, die in der Welt und insbesondere in den lebenden Wesen zu sehen sind, sind für mich ein Indiz für einen Schöpfer.

    Die Tatsache, dass es daneben auch viel Leid, Schmerz und Tod und Unvollkommenheit zu sehen gibt, stellt für mich dazu keinen Widerspruch dar, sondern zeigt einfach, was ohne jemanden, der die Welt ordnet und gestaltet und pflegt, geschieht. Es gibt keinen Frieden, sondern Chaos.