Als ich neulich ein wenig für Ordnung auf meinem Rechner sorgte, stolperte ich über einige Bilder, die an verschiedenen Tagen draußen im Februar geschossen wurden.
Wenn man draußen Bilder macht, muss man die Bedingungen oftmals so nehmen wie sie sind. Oft war ich am frühen Abend draußen sowieso unterwegs – und ich genieße es auch, nach einem Arbeitstag noch ein paar Schritte an Heimweg zu haben und dabei an ruhigen Orten vorbei zu kommen.
Diese Bilder sind (meist abendliche) Momente, die an verschiedenen Tagen aufgezeichnet wurden. Sie sind nebenbei entstanden, sie haben sich eben so „ergeben“ – sozusagen „im Vorbeilaufen“. Sie waren nicht das Ergebnis von gezielten Bemühungen und Planungen.
Ich starte meine Gedanken in diesem Artikel mit einem Bibelvers. Die ursprünglichen Adressaten dieser Worte, so kann man es aus dem Text schlussfolgern, waren sehr von sich überzeugt. Sie waren etwas Besseres. Sie hatten mehr Verstand. Sie hatten mehr Wissen, sie hatten mehr Weisheit. Als die anderen.
Kennst du das von dir? Dass du in manchen Momenten so überzeugt bist von dir, dass du deine eigene Überheblichkeit nicht mehr wahrnimmst?
„Ja, die anderen! Die machen so dumme Sachen. Ich kann das gar nicht verstehen. Ich würd mich nie so blöd verhalten wie…“
Für mich ist Fotografieren besonders. Vor ungefähr 20 Jahren habe ich angefangen meine ersten Gehversuche mit einer Kamera zu machen. Ich hatte mir damals so eine kleine Kompaktkamera mit einem kleinen 3fach-Zoom-Objektiv zugelegt.
Winterlicher Sonnenuntergang, Fotografiert mit der Traveler Slimline X6, meiner ersten Digital-Kamera, November 2008
Kreativiät in der Kindheit
Ich bin ein kreativ veranlagter Mensch. In meiner Kindheit und Jugend habe ich gern gezeichnet und gemalt, eigentlich nie richtig gut, tatsächlich habe ich eher karikatur-artige Zeichnungen angefertigt. Das exakte, maßstabsgetreue, realistische Zeichnen war nicht meine Stärke. Vielleicht hat mir dazu auch einfach die richtige Technik gefehlt.
Es mag banal erscheinen. Aber wir sind auf Licht angewiesen. Unsere Augen sind dafür geschaffen, Licht aufzunehmen und unser Gehirn verarbeitet die Sinneseindrücke und schafft in uns ein Bild von der Welt. Natürlich sehen wir nur jene Lichtwellen-Frequenzen, die unsere Augen wahrnehmen können, es gibt mehr als wir sehen und wahrnehmen können.
Andere Lebewesen nehmen dieselbe Welt anders war als wir. Sie sehen teils Dinge, die unseren Augen verborgen sind und sehen Dinge nicht, die wir selbst aber wahrnehmen.
Licht ist vielfältig. Lichtquellen gibt es viele. Die Sonne. Die Sterne. Der Mond, der seinerseits die Strahlen der Sonne abstrahlt. Licht durch Feuer. Licht durch elektrische Entladungen in Form von Blitzen. Menschengemachte Lichtquellen in allen Variationen.
Ein und derselbe Ort kann unter verschiedenartigem Licht mal trüb, mal bedrohlich, mal pulsierend, mal gemütlich und mal wunderschön wirken.
Wie wichtig und wertvoll Licht ist und wie wichtig und wertvoll unsere Augen für uns sind, merken wir häufig dann, wenn das Licht Mangelware ist. Licht ist lebenswichtig für uns. Ohne Licht haben wir keine oder nur eine vergleichsweise stark eingeschränkte Orientierung.
Licht ist erstaunlich. Es offenbart uns die Schönheit der Welt in all ihrer Komplexität und all ihren Details. Ich bin tatsächlich auch der Meinung, dass uns Licht, das diese Welt hell und für uns dadurch besonders erfahr- und erlebbar macht, zeigt, dass es jemanden geben muss, der diese Welt ins Leben gerufen hat. Die Ordnung, die Schönheit und die Weisheit und Kraft, die in der Welt und insbesondere in den lebenden Wesen zu sehen sind, sind für mich ein Indiz für einen Schöpfer.
Die Tatsache, dass es daneben auch viel Leid, Schmerz und Tod und Unvollkommenheit zu sehen gibt, stellt für mich dazu keinen Widerspruch dar, sondern zeigt einfach, was ohne jemanden, der die Welt ordnet und gestaltet und pflegt, geschieht. Es gibt keinen Frieden, sondern Chaos.