Schlagwort: sonnenuntergang

  • Ein Hauch von Sommer im Winter

    Im Winter in Deutschland ist es ganz einfach so, dass die Vegetation – sagen wir einmal – nur noch schwach ausgeprägt ist. Die kahlen Bäume versprühen einen Hauch von Tod, das Licht ist meist trüb und die Temperatur oft klirrend kalt.

    Nachmittag im Winter.

    Wenn ich an den Dezember denke, dann denke ich oft an wenig Tageslicht, an Kerzen, an künstliche Beleuchtung. Aber ich denke nicht an Pflanzen, an Sonnenschein und strahlende Landschaften.

    (mehr …)
  • Abendliche Stimmung im Winter (München)

    Im Winter bewegt sich die Sonne schnell tiefer, wenn sie untergeht.

    Eine Aufnahme am Morgen. Ich mag, wir es aussieht, als ob die Kräne miteinander interagieren, 2025

    Nach einem Termin in München hatte ich noch etwas Zeit bis der Zug aus dem Bahnhof auslaufen sollte. Ich war in der Nähe der Theresienwiese, hatte zwei Kameras dabei, die mehr als 10 Jahre alt waren und auch damals schon technisch vielen Kameras unterlegen waren, was die reine Bildqualität angeht, besonders, was Dynamikumfang, Bildrauschen und derartige Qualitäten des Bildsensors anging. Insbesondere das verwendete Zoom-Objektiv ließ nur vergleichsweise wenig Licht auf den Sensor.

    Kaiser Ludwig Denkmal, 2025
    (mehr …)
  • Ruhe

    Wie lässt sich Ruhe definieren? Was macht Ruhe aus? Ist Ruhe einfach Abwesenheit von Lärm und Geschäftigkeit?

    Man kann sicher sagen, dass das Wort Ruhe in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht wird. Ruhe kann sich auf das Ausbleiben eines hörbaren Lärmes beziehen. Sie kann sich auf das Einstellen/Pausieren einer Bewegung beziehen. Rechtlich gesehen kann ein Vertrag oder ein Abo ruhen.

    Aber ganz elementar finde ich die Tatsache, dass wir Menschen so gemacht sind, dass wir immer wieder ruhen müssen. Wir sind keine Maschinen, die über Tage hinweg pausenlos funktionieren. Wir brauchen Ruhepausen.

    Wenn man beispielsweise eine Wanderung unternimmt, wird man irgendwann eine Rast machen, d.h. man nimmt sich eine Zeit, in der man nicht weitergeht, sondern nur ruht, sich vielleicht hinsetzt, etwas isst und sich erholt.

    Das Ruhen gehört elementar zu unserem Leben dazu. Die Zeit der Ruhe kann, sofern man wach ist, eine Zeit des Nachdenkens sein.

    Ich finde, dass wir uns in unserer Gesellschaft schon schwer tun, wirklich Ruhe zu finden. Es gibt so viele Angebote von Film -oder Musik-Streaming-Platformen, es gibt Podcasts, sowieso Radio, Fernsehen, Zeitungen, Bücher, Webseiten. Wir können unser Leben vom Morgen bis zum Abend durchgängig mit Infos und Unterhaltung und Aktivitäten füllen. Aber kommen wir dabei wirklich zur Ruhe?

    Ich habe neulich, eines Abends ein Foto machen können. Das beschäftigt mich tatsächlich ein wenig.

    Ein Mann ist darauf zu sehen. Er macht offenbar eine Pause an einem Platz vor einem großen Kirchengebäude. Kopfhörer sind im Ohr.

    Wie viel Ruhe hat er gefunden?

  • Zeit

    Die Zeit rinnt sprichwörtlich dahin. Jeden Moment. Wir können sie nicht festhalten.

    Die Zeit ist begrenzt. Für jeden Menschen ist die Zeit auf dieser Welt begrenzt.

    Ich weiß nicht, wie viel Lebenszeit mir noch bleibt.

    Mein Leben ist eine Aneinanderreihung von fliehenden Momenten. Sie kommen und gehen.

    Ich kann die Sonne nicht davon abhalten, dass sie morgens am Horizont erscheint. Ich kann sie nicht bremsen, wenn sie hinter dem Horizont verschwindet und die Dämmerung einsetzt.

    Man könnte jetzt sagen, das seien melancholisch gefärbte Gedanken.

    Und ja, ich würde sagen, es sind Gedanken, die bedrückend sein können, weil sie deutlich machen, dass man als Mensch nur begrenzte Kontrolle über sein Leben hat.

    Aber ich brauche diese Überlegungen um klug mit meinen Begrenzungen und meinen Möglichkeiten hauszuhalten.

    Mit der Kamera versuche ich Bilder von besonderen Augenblicken einzufangen. Diese Bilder sind Erinnerungen von fliehenden Momenten. Sie frieren gewissermaßen einen kurzen Moment in der Zeit ein.  Ich bestimme den Bildausschnitt, bestimme das, was zu sehen ist und auch das, was auch nicht zu sehen ist.

    Manche Bilder lassen einen, wenn man es zulässt, nachdenklich zurück, selbst wenn der Inhalt auf den Blick banal erscheint, einfach weil im Bild die schlagartige Vergänglichkeit des eingefangenen Augenblickes förmlich zu greifen ist.