Kürzlich musste ich – bei regnerischem Wetter und trübem Himmel – nach Ulm. Wenn es geht, habe ich meine Kamera dabei, das vorrangige Ziel war aber eine Erledigung, Bilder zu machen war höchstens Nebensache. Die zeitlichen Rahmenbedingungen konnte ich begrenzt steuern, eigentlich war klar, dass ich im Dunkeln ankommen würde und dann nach meiner Erledigung mit dem Zug wieder zurück fahren würde.
Deshalb hatte ich dann ein kleines Zeitfenster für den Weg zum Bahnhof und evtl. ein paar „fotografische Umwege“. Tagsüber war das Licht sehr trüb gewesen, teils war es unter den Regenwolken sehr dunkel.
Und obwohl das nasskalte Wetter alles andere als einladend war, zeigte sich nach Anbruch der Dunkelheit dann doch, dass auch solche Bedingungen zur richtigen Zeit und mit der „richtigen“ Ausrüstung ein Vorteil sein können. (Dazu später noch mehr)
Ich hatte nun tatsächlich eine gewisse, begrenzte überschaubare Zeit zur Verfügung. Als Ortskundiger konnte ich die Zeit für meinen Fußweg auch gut abschätzen und wusste wo am besten entlang zu laufen wäre.
Relevant war für mich, dass der Weg gut ausgeleuchtet wäre und gelegentlich Verkehr und Menschen zu sehen seien.
Der erwartete Vorteil Nachts bestand darin, dass im Gegensatz zum Tageslicht tatsächlich das künstliche Licht andersartig zur Geltung kommen würde, insbesondere durch viele Reflektionen durch den nassen Untergrund.












An einem Montag Abend wie diesem waren tatsächlich eher wenige Menschen draußen unterwegs. Das Besondere sind offensichtlich die bunten Licht-Reflektionen, die auffällig auf dem Boden, aber auch an Fassaden, verstärkt auftreten und für ein verändertes Ambiente sorgen.
Für die Bilder würde ich eine Kamera nehmen, die unter den gegebenen Licht-Bedingungen sich gut fokussieren lässt, dazu eine Lichtstarke Normalbrennweite. (z.B. 50mm f/1,8 an einer „Kleinbildkamera“)
Damit lässt sich schon etwas anfangen, besonders, wenn man bei hoher Sensorempfindlichkeit (in meinem Fall ISO 6400) dann Rauschreduzierung einsetzt.
Wenn das Tageslicht weg ist, geht Fotografie vielerorts nicht mehr so gut. In einer Stadt wie Ulm ist es dann aber hell genug und es können noch Bilder entstehen, die an anderen Orten so nicht möglich wären.