Schlagwort: fotografie

  • Die Schönheit im Alltäglichen fotografieren

    Ich bin in Ulm geboren und aufgewachsen. Ulm ist ganz sicher keine riesige Stadt. Aber ich finde Ulm visuell bis heute reizvoll. Natürlich kommt Ulm nicht an die vielfältigen visuellen Reize einer Großstadt oder Millionenstadt heran, wie London z.B. eine ist.

    Meine inneren Widerstände in einer kleinen Stadt

    In einer Kleinstadt, wie im nahe bei Ulm gelegenen Illertissen sind die fotografischen Reize weniger und die Stadt ist auch weniger touristisch ausgelegt.

    D.h. man überlegt sich ein kleines Stückchen mehr, ob man seine Kamera auspackt oder nicht. In Ulm geh ich schnell als Tourist durch, wenn ich fotografiere. In der Rolle finde ich das Fotografieren unkomplizierter. In einer kleinen Stadt dagegen falle ich wesentlich mehr auf, wenn ich abseits der Sehenswürdigkeiten Fotos mache. 

    Weg zum Schloss, Illertissen 2026
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  • Die Lichterserenade in Ulm, 2026

    Jedes Jahr im Juli findet in Ulm die Schwörwoche statt, die ihren Höhepunkt im sogenannten Schwörmontag findet. Dieses Fest ist das traditionelle Stadt-Fest in Ulm mit einem Hintergrund, der bis ins Mittelalter reicht.

    Der Schwörmontag ist sehr feierlich, es gibt die sogenannte „Schwörrede“ des amtierenden Oberbürgermeisters von Ulm vor tausenden Zuschauern vom Balkon des Schwörhauses aus. Nachmittags findet dann das traditionelle „Nabada“ (schwäbisch) statt, das man mit „Hinabbaden“ übersetzen kann und einen großen Wasserumzug auf der zwischen Ulm und Neu-Ulm fließenden Donau meint.

    Das Schwör-Wochenende wird seit 1967 durch die Lichterserenade eingeläutet, (fast) jedes Jahr am Samstag Abend vor dem Schwörmontag findet sie statt.

    Das Warten auf die Lichter der Lichterserenade in der Dämmerung, im Hintergrund das „Bootshaus“, 2026
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  • Warum es sich lohnen kann dasselbe Motiv immer und immer wieder zu fotografieren

    „Hast du jetzt nicht endlich genug Bilder davon?“ könnte eine Frage lauten, die gestellt wird, wenn man wieder einmal loszieht um einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Die Sonne ist so ein universelles Motiv, das sich in zahllosen unterschiedlichen Kontexten fotografieren lässt.

    2026

    Ich denke, es gibt noch eine Reihe von anderen Motiven, bei denen es sich lohnt, sie immer wieder zu fotografieren.

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  • Das letzte Licht des Tages… auf dem Land

    In einer Stadt mit engen, sich hoch türmenden Häuserschluchten bekommt man meist schon früh am Abend nur noch wenig Licht ab. Und auch morgens kommt das Licht erst spät an.

    Logisch: Auch in einem engen Tal oder auf der „falschen“ Seite eines hohen Berges dringen zu bestimmten Zeiten die Sonnenstrahlen kaum durch.

    So sehr ich es faszinierend finde, mich in Städten aufzuhalten, so sehr denke ich, dass Felder, Wälder, Gärten und natürlich die ganze Natur mit ihren Tieren und Pflanzen auch zum Menschsein dazu gehören und es enorm bereichern.

    2026

    Es ist ein Privileg, leichten Zugang zu einer ländlichen Umgebung zu haben mit Feldern, Pflanzen, Bäumen, usw..

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  • Inspiration für Fotografie durch Malerei

    Ich mag es sehr gerne, mir Bilder von Fotografen anzuschauen und zu betrachten, was sie gesehen haben.

    Ich mag es auch gerne, mir Künstler aus anderen visuell ausgerichteten Disziplinen anzuschauen. Ein Künstler, mit dem ich mich öfter beschäftigt habe, ist Caspar David Friedrich. Er war ein Maler im 18. und 19. Jahrhundert.

    Mit seinen zuweilen durchaus melancholisch wirkenden Bildern trifft er irgendwo einen Nerv bei mir.

    „Abtei im Eichwald“, Caspar David Friedrich, 1809-1810,

    Seine Malerei war nicht abstrakt, sondern orientierte sich von den Motiven her an der realen Welt.

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  • Fisheye

    Was ist ein Fisheye-Objektiv?

    „Fisheye“-Objektive (zu deutsch: „Fischaugen“-Objektive) sind Objektive, die einen großen Bildwinkel abdecken. Es kommt also sehr, sehr viel aufs Bild, deutlich mehr als das menschliche Auge wahrnehmen kann.

    Das Walimex Fisheye 8mm f/3,5 Objektiv wurde für digitale Spiegelreflexkameras produziert.

    Fisheye-Objektive verzerren dabei das Bild sehr stark. Man kann den Fisheye-Effekt stark vereinfacht so beschreiben: Gerade Linien werden zunehmend gebogen dargestellt je mehr sie sich in Richtung der Bild-Ecken befinden. Das stört bei Landschaftsaufnahmen mit organischen Formen nicht so sehr, wenn man es geschickt anstellt, bei Architekturbildern mit vielen vertikalen und horizontalen Linien hingegen womöglich schon.

    Die starken Verzerrungen zu den Bildrändern hin werden hier sehr deutlich. Die rote XXL-Bank ist tatsächlich in Wirklichkeit gerade. In der Bildmitte können Linien ziemlich gerade bleiben. Blick aufs Donau-Ufer in Ulm, 2017
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  • Bad Säckingen

    An der Grenze zur Schweiz im Schwarzwald gelegen, recht nahe zu Basel, ist Bad Säckingen. Es ist ein kleines Städtchen mit einigen Sehenswürdigkeiten. Herausragend dabei ist sicherlich die europaweit längste Holz-Brücke über einen Fluss – hier über den Rhein – in die Schweiz.

    Bad Säckingen, Holzbrücke in die Schweiz, abends, 2026

    Ich war insgesamt 3 mal dort. 2 Mal davon ohne Begleitung. Ein wesentliches Lernfeld war dabei für mich wie unterschiedlich die Wirkung eines Ortes in Abhängigkeit zur Tageszeit und zum Sonnenstand und zum Wetter ist. Bedenkenswert war dabei die Fragestellung, wie das meine persönliche Arbeitsweise und auch das Potential der Aufnahmen verändert.

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  • Gestaltung mit Licht und Schatten

    Mir scheint es manchmal so, als ob es einen Mythos gibt, eine Art Legende unter Fotografierenden, dass ein Bild nur dann „korrekt“ belichtet ist, wenn alle Teile des Bildes gleichermaßen gut zu erkennen sind. Die hellen Bildbereiche sollten nicht „ausgebrannt“ sein und die dunklen Bildbereiche sollten nicht „ins Schwarze absaufen“.

    Beispiel bei abendlichem Gegenlicht anhand der Telekamera des Pixel 10, 2026

    Was meint das Wort „Dynamikumfang“?

    Eines der magischen Worte in der Fachsprache der Fotografierenden ist „Dynamikumfang“. Der Dynamikumfang meint, wie groß der Bereich ist, den eine Kamera erfassen kann, was helle Bereiche und dunkle Bereiche in einem Bild angeht. Je größer dieser Berrich ist, umso größere Helligkeitsunterschiede können in einem Bild dargestellt werden. Das kann z.B. relevant sein, wenn man aus einer eher dunklen Zimmer durch ein Fenster hinaus ins viel hellere Freie fotografiert und man in einem Bild beides zeigen möchte. Das „dunkle“ Zimmer und den „hellen“ Außenbereich. Lange konnte kaum eine Kamera die hellen und die dunklen Bereiche in einem Bild angemessen „einfangen“. Durch Weiterentwicklung der Bildsensor-Technologie gab es Fortschritte.

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  • Fotos müssen nicht spektakulär sein

    Je nach Foto-Genre gibt es Aufnahmen, die als Standard gesetzt sind und nahelegen, wie eine Aufnahme gemacht werden sollte und aufgebaut sein sollte.

    2026

    Verschiedene „Klischees“

    „Straßenfotografie“ sollte in schwarz-weiß gehalten sein, hohe Kontraste zeigen und am besten im herrlichsten Licht Silhouetten von Fußgängern an spektakulär ausgeleuchteten Orten zeigen.

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  • Kann man mit der Smartphone-Kamera Stadt-Fotografie betreiben?

    Aus meiner Sicht taugt ein Smartphone so für vieles so einigermaßen. Es ist ein Gerät, das viele Dinge ermöglicht, aber meist in abgespeckter Form.

    Pixel 10, Hauptkamera

    Ein großes Display ist für viele Anwendungen einfach nicht zu ersetzen und trotzdem ist es zweifellos so, dass man auch einen epischen Film wie einen Teil der „der Herr der Ringe-Trilogie“ auf einem Smartphone betrachten kann. Wenigstens erfüllt das Smartphone die technischen Voraussetzungen dafür. Die Wirkung ist aber ganz anders als auf einem großen Bildschirm oder gar auf der Leinwand.

    Wozu taugen Smartphones fotografisch?

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