Bad Säckingen

An der Grenze zur Schweiz im Schwarzwald gelegen, recht nahe zu Basel, ist Bad Säckingen. Es ist ein kleines Städtchen mit einigen Sehenswürdigkeiten. Herausragend dabei ist sicherlich die europaweit längste Holz-Brücke über einen Fluss – hier über den Rhein – in die Schweiz.

Bad Säckingen, Holzbrücke in die Schweiz, abends, 2026

Ich war insgesamt 3 mal dort. 2 Mal davon ohne Begleitung. Ein wesentliches Lernfeld war dabei für mich wie unterschiedlich die Wirkung eines Ortes in Abhängigkeit zur Tageszeit und zum Sonnenstand und zum Wetter ist. Bedenkenswert war dabei die Fragestellung, wie das meine persönliche Arbeitsweise und auch das Potential der Aufnahmen verändert.

Reisen kann ich terminieren, aber ich kann die anderen Parameter begrenzt selbst bestimmen.

Zwei auffallend unterschiedliche Besuche

Grob gesagt hatte ich zwei unterschiedliche Bedingungen:

Zum einen früher Mittag bei Sonnenschein.

Statue am Münster Bad Säckingen, morgens 2026

Zum anderen habe ich Aufnahmen beginnend knapp vor Sonnenuntergang bis zur fortgeschrittenen Dämmerung gemacht, teils bewölkt.

Im Schatten liegt die Altstadt von Bad Säckingen

Was ich dabei gelernt habe ist, dass man am Mittag fraglos über die hoch stehende Sonne klagen kann und darüber, dass man dabei eher keine schmeichelnden Portraits macht. Wenn man es aber geschickt anstellt, gibt es viele Möglichkeiten, Kontraste, Licht und Schatten und vor allem auch leuchtende Farben zu finden.

Abends und zur Dämmerung hin habe ich schon damit gekämpft, dass alles mehr fade und eintönig wirkte – man hat den Eindruck, dass in die Dämmerung hinein alles so gleichmäßig wird und die Bilder nicht so pulsierend wie zu anderen Zeiten wirken. Das kann sich später wieder ändern, wenn künstliche Beleuchtung ins Spiel kommt, dieses Vergnügen hatte ich aber in Bad Säckingen nicht.

Eine fraglos wichtige Rolle spielt das Wetter und besonders ein bewölkter Abend macht oft weniger her, weil das Licht zunehmend schwächer und dumpfer wird und zudem eben auch kaum Kontraste da sind.

Aber ich denke, es wäre nicht richtig, nur dann die Kamera auszupacken, wenn die Bedingungen meiner Vorstellung nach „ideal“ sind.

Sind nur kontrastreiche, grelle, ins Auge springende, begeisternde Motive es wert, eingefangen zu werden? Es gibt auch flaue, verwaschene, unscheinbare fliehende Momente, die genauso Teil des Lebens sind. Nicht alles muss hell leuchtend und auffällig sein wie eine bunte Straßenreklame. Zuweilen kann gerade der stille, unscheinbare, „langweilige“ Ort es wert sein, „eingefangen“ zu werden – weil auch diese Orte und Momente zum Leben dazu gehören.

Bilder am Morgen (alle 2026)

Nahe Schloss Schönau
Vogelkäfig nahe Schloss Schönau
Blick aufs Rheinufer von der Stadtmauer aus.
Platz vor dem Münster, immer wieder wechseln sich bewölkte Momente und Sonnenschein ab
Das Münster in Bad Säckingen
Das Münster oben, unten das Stadtleben
Licht und Schatten
Ein Detail am Wegesrand
Ein Blick von der Holzbrücke
Ein Blick auf den Rhein und sein Ufer
Kontraste
Leuchtendes Rot
Ein Blick unter die Straße

Bilder vom Abend / Dämmerung (alle 2026)

Einsamer Jogger am Rheinufer
Detailaufnahme Brunnen
Charakteristische Laternen
Trompeter-Statue beim Schloss Schönau
Das Licht ist flau. Es gibt manche kleine Gasse. Im Mai war unter der Woche am Abend wenig los.
Nur noch wenige Gäste besuchen die Restaurants. Die großen Schirme sind nun nicht mehr von Nöten.
Laterne vor dem abendlichen Wolkenhimmel
Einsam auf der Bank
Brunnen im Schatten
Gemeinsam auf der Bank