In einer Stadt mit engen, sich hoch türmenden Häuserschluchten bekommt man meist schon früh am Abend nur noch wenig Licht ab. Und auch morgens kommt das Licht erst spät an.
Logisch: Auch in einem engen Tal oder auf der „falschen“ Seite eines hohen Berges dringen zu bestimmten Zeiten die Sonnenstrahlen kaum durch.
So sehr ich es faszinierend finde, mich in Städten aufzuhalten, so sehr denke ich, dass Felder, Wälder, Gärten und natürlich die ganze Natur mit ihren Tieren und Pflanzen auch zum Menschsein dazu gehören und es enorm bereichern.

Es ist ein Privileg, leichten Zugang zu einer ländlichen Umgebung zu haben mit Feldern, Pflanzen, Bäumen, usw..
Landwirtschaftliche Flächen fotografieren
Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich darüber nachdenke, an einem Feld Fotos zu machen, bekomme ich z.B. Assoziationen von Hochzeitsfotografie – wenigstens habe ich diese Art von Bildern oft gesehen – ein Brautpaar steht in einem Getreidefeld und umarmt sich oder posiert für den Fotografen – ich denke aber, dass so eine Umgebung viel mehr hergibt als eine Kulisse für Portrait-Aufnahmen zu sein.

Gerade auf weitläufigen Feldern hat man vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, also nahezu den ganzen Tag den Zugang zum Licht. Will man noch länger und noch mehr Licht, bleibt einem vermutlich nur ein Besuch am Meer. Oder der Besuch eines Berges mit Meerblick.
Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen tut sich zudem übers Jahr viel. Man kann den Landwirten beim Arbeiten zusehen wie sie mit schwerem Gefährt Felder bestellen und am Ende die Ernte einfahren. Zwischendurch sieht man Stück für Stück die Pflanzen höher wachsen. Wenn man sich die Zeit nimmt und genau hinschaut, gibt es also so manches, was zu fotografieren ist.
Abends draußen sein
Im Sommer kann es sich lohnen, Abends oder Morgens noch los zu gehen, wenn die Sonne nicht mehr erbarmungslos scheint und das Licht zunehmend weniger und verträumter wird. Kann man sich jemals satt sehen an den schönen, warmen Farben eines Sonnenuntergangs?

Damit sei nicht gesagt, dass nicht auch tagsüber so manches Fotomotiv warten kann. Besondere Bedingungen (es kann auch Regen oder Nebel sein) laden aber natürlich besonders zum Fotografieren ein.
Ich konnte in den vergangenen Wochen einige schöne Aufnahmen draußen auf dem Feld machen – bei einsamen Spaziergängen, die nach einem sehr kommunikativen Tag eine Wohltat darstellen können. Ich mag aber betonen, dass man zum Einen sehr vom tatsächlichen Licht abhängig ist, zum Anderen solche Aufnahmen nicht unbedingt im Vorbeilaufen macht. Wenn man es dann schafft, seine Augen für möglicherweise interessante Bild-Motive offen zu halten, kann man aber zu manchem Moment eine schöne Erinnerung schaffen…
















