Streng genommen geht es nicht um die Kamera hier, die ich hier kurz bespreche, namentlich die Olympus Stylus 1 – eine Kamera, die vor mehr als 12 Jahren erschienen ist, einen winzigen Bildsensor aufweist und zwar für eine kleine Reisekamera sicherlich ziemlich gut ausgestattet und gut bedienbar ist, aber sonst nicht mit den typischen Superlativen auf dem Datenblatt dienen kann, wie z.B. einer hohen Megapixel-Zahl, einem fortschrittlichen Autofokus oder großen Bildsensor.
Anfang April hatte ich einmal wieder die Gelegenheit, ein wenig nach Ulm zu kommen. Es war nicht sehr viel Zeit und das Wetter erwies sich als ziemlich wechselhaft.
Die Sonne stand kurz nach meiner Ankunft schon Recht tief. Hier zu sehen Häuser am Michelsberg.
Ich bin gern in Ulm unterwegs. Die Stadt ist mir vertraut und es finden sich doch einige schöne und weniger schöne Fotomotive.
Gegen Abend kam ich an. Ich hätte mir gern stabiles Wetter gewünscht, doch es kam anders.
Die Neutorbrücke (schwarz) und dahinter die Kienlesbergbrücke (weiß) und das verzweigte Schienennetz.(mehr …)
Wenn ich in meinem Leben auf Hindernisse und Begrenzungen stoße, wünsche ich mir oft eine komfortable, bequeme und schnelle Lösung um das Hindernis zu überwinden. Und ganz fraglos: „Dumm“ muss man nicht sein und für viele Hindernisse und Erschwernisse gibt es Lösungen, die bequem und schnell sind.
Für weite Wegstrecken, kann man z.B. ein Automobil oder einen Zug nutzen, statt eine dreistellige Anzahl an Kilometern in mehreren Tagen zu Fuß zurück zu legen.
Städte sind Orte, an denen vergleichsweise dicht gedrängt, viele Menschen leben. Städte sind Orte der Architektur, schließlich braucht es Plätze, an denen die Menschen sich aufhalten und wohnen können. Städte sind Orte des Handels. Menschen brauchen Nahrung, Kleidung und interessieren sich für viele weiteren Dinge wie Religion, Bildung und Sport.
München, Altstadtring 2026
In Städten ist viel Bewegung. Menschen, die sich von einem Ort zum anderen bewegen. Fahrzeuge, die sich von einem Ort zum anderen bewegen. Zuweilen findet sich auch ein Stück weit die Pflanzenwelt in der Stadt wieder. Aber zum Wesen einer Stadt gehört meinem Verständnis nach, dass sie stark bebaut ist.
Mich fasziniert, welche unterschiedlichen Ebenen der Geschichte in Städten sichtbar werden. Es gibt moderne, junge Gebäude, es gibt aber auch alte Gebäude, manchmal schon mehr als ein Jahrtausend alt.
Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte. Manche Stadt ist recht jung. Andere Städte faszinieren durch ihre lange Geschichte, die bis in die Zeit der Römer zurückreicht.
Ich muss zugeben. Ich habe bislang eher ungern mit meinem Smartphone fotografiert. Das liegt unter anderem daran, dass eine Kamera nur einzig dafür konzipiert und gebaut ist, Bilder zu machen, während Smartphones Geräte sind, die universell für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden können, auch um Fotos zu machen, aber ihr Design ist durch das große Touch-Display darauf ausgelegt, unterschiedlichste Anwendungen auszuführen.
Fürs Schreiben ist ganz sicher eine physische Tastatur überlegen, für Videospiele ein Gamepad, für musikalische Anwendungen taugt ganz sicher ein echtes Instrument mehr und für Fotos, da ist eine dedizierte Kamera das eigentlich sinnvolle Werkzeug, mit einem gut geformten Griff, einem optischen oder digitalen Sucher, mit vielen Knöpfen und Dreh-Rädern für schnelle Einstellungen.
Gelegentlich finde ich die Möglichkeit zu einem Kurz-Trip in eine Stadt. Im März 2026 konnte ich nach München.
Ein Wahrzeichen von München, die Frauenkirche. Ich mag hier den Verkehr und das Geschehen und auf der Straße ins Bild zu involvieren. Ich denke, das ist lebendiger.
Ich habe den Abend draußen auf den Straßen verbracht, Straßenmusikern zugehört, die Gebäude und die Menschen betrachet und dabei einige Bilder gemacht.
Besonders für diejenigen, die gerne draußen unterwegs sind und draußen fotografieren (auf mich trifft beides zu) kann schlechtes Wetter eine rechte Plage sein.
Wenn man nicht mit dem richtigen, spritzwasser-geschützten Equipment ausgestattet ist, wagt man sich nicht so gerne in extremere Wetterbedingungen wie z.B. stärkeren Regenfall, allein schon, wenn man Brillenträger ist, hat man dort einfach nur begrenzt Freude, wenn das Wetter wilder wird.
Stadtmauer Ulm, 2021
Und doch kann schlechtes Wetter auch eine Möglichkeit für stimmungsvolle Bilder sein.
Wir leben – zumindest in unserer westlichen Kultur – in einer Umgebung, die nicht unbedingt darin förderlich ist, eine Haltung der Zufriedenheit zu entwickeln.
Ulm, 2026
Was meine ich mit Zufriedenheit?
Es gibt für viele Worte nicht unbedingt eine allgemeingültige Definition, was ihren Bedeutungsumfang angeht. Deswegen gibt es zu manchen Worten und dem damit verbunden Konzept viele ausführliche Beschreibungen, denen teils auch verschiedenartige Auffassungen zugrunde liegen.
Ich persönlich würde das Konzept von Zufriedenheit so definieren, dass es psychologisch gesehen um ein Einverstandensein mit einer bestehenden (Lebens-)Situation oder mit bestimmten erreichten Ergebnissen geht.
Kirchengebäude – ein Relikt aus der Vergangenheit?
Große Kirchengebäude sind in Deutschland und anderen westlichen Staaten teilweise ein Relikt aus der Vergangenheit, ein Relikt aus einer Zeit, in der die Menschen einen anderen Zugang zu Religion und zu Gott hatten.
Petrus-Statue vor der Dreifaltigkeitskirche Ulm, 2021
Politikwissenschaftler, Philosoph und Katholik Charles Taylor beispielsweise schrieb zu diesem Themenkomplex das Mammutwerk „Ein säkulares Zeitalter“, wo er den Prozess der Säkularisierung beschreibt und aus seiner Sicht interpretiert.
Bevor ich tatsächlich einmal die Gelegenheit hatte, London zu besuchen, war mir London ein wenig aus Filmen, tatsächlich mehr aus Videospielen bekannt, vornehmlich aus Motorsport-Spielen, wo die Stadt als Kulisse für Autorennen diente.
Die Towerbridge, deren Besonderheit darin besteht, dass sie für den Schiffsverkehr hochgeklappt werden kann. 2012
2012 hatte ich die Gelegenheit, nach London zu reisen. Das ist alles ein bisschen lange her. Ich habe tatsächlich zwei Tage in London verbracht. Orientierung hatte ich damals nicht richtig, weil ich dankbarer Weise durch die Stadt geführt wurde.
Einer meiner beiden Tage on London war ein Freitag. Gegen Mittag setzte Berufsverkehr ein, es war also sehr viel los auf den Straßen von London. Ich weiß hauptsächlich, wie ich dann im Nachgang geäußert habe, wie müde es mich machte, sich in den Menschenmassen zu bewegen, die an diesem Tag durch London zogen.