Der folgende Artikel ist einerseits ein Foto-Nerd-Artikel. Andererseits hat der Artikel Relevanz auch für viele andere Lebensbereiche.
Was ist das „Gear Aquisition Syndrome“?
Insbesondere im Bereich von Foto und Videotechnik, aber auch im Musik-Instrumenten-Bereich hat sich der Begriff einen Namen gemacht. Auf Deutsch könnte man vom „Ausrüstungs-Beschaffungs-Syndrom“ sprechen.
Was genau ist eigentlich eine Reflektion? Eine Reflektion ist eine Widerspiegelung. Ein Lichtstrahl wird z.B. von einem Spiegel großteils zurückgeworfen.
Die von der Abendsonne beleuchteten Gebäude werden in der Donau reflektiert. Die Fenster des hohen Donau-Centers reflektieren teils im Detail die Abendsonne.
Man könnte sagen, das Gegenteil einer Reflektion ist eine Absorption. Bei einer Absorption bleiben die Lichtstrahlen im Objekt, das das Licht wird absorbiert und das Objekt wird dabei erhitzt. Wenn Licht vollständig absorbiert wird, dann erscheint uns der Gegenstand schwarz.
Bei einer weißen oder farbigen Hauswand wird das Licht sowohl teil-absorbiert als auch zu unterschiedlichem Grad teil-reflektiert. Meistens sprechen wir explizit von Reflektionen bei Spiegeln, bei Glas, bei Wasser, aber auch Metalle reflektieren teilweise verstärkt das Licht.
Es gibt viele unterschiedliche Objektive, die sich in Funktion und Bildergebnissen unterscheiden. Es gibt verschiedene Begriffe, die helfen sollen, einzuordnen, um was für ein Objektiv es sich handelt.
Eine ganz grundsätzliche Unterscheidung ist dabei die Einordnung in 1. Zoom-Objektive und 2. Objektive mit fester Brennweite.
Zoom-Objektiv
Ein Zoom-Objektiv, erlaubt mir aus meiner momentanen Position durch das „Hinein-Zoomen“ mein Motiv größer abzubilden. Unterschiedliche Zoom-Objektive haben verschieden große Zoombereiche. Manche können 2fach, 3fach, 5fach oder 10fach oder noch mehr vergrößern.
Im Winter bewegt sich die Sonne schnell tiefer, wenn sie untergeht.
Eine Aufnahme am Morgen. Ich mag, wir es aussieht, als ob die Kräne miteinander interagieren, 2025
Nach einem Termin in München hatte ich noch etwas Zeit bis der Zug aus dem Bahnhof auslaufen sollte. Ich war in der Nähe der Theresienwiese, hatte zwei Kameras dabei, die mehr als 10 Jahre alt waren und auch damals schon technisch vielen Kameras unterlegen waren, was die reine Bildqualität angeht, besonders, was Dynamikumfang, Bildrauschen und derartige Qualitäten des Bildsensors anging. Insbesondere das verwendete Zoom-Objektiv ließ nur vergleichsweise wenig Licht auf den Sensor.
Kürzlich musste ich – bei regnerischem Wetter und trübem Himmel – nach Ulm. Wenn es geht, habe ich meine Kamera dabei, das vorrangige Ziel war aber eine Erledigung, Bilder zu machen war höchstens Nebensache. Die zeitlichen Rahmenbedingungen konnte ich begrenzt steuern, eigentlich war klar, dass ich im Dunkeln ankommen würde und dann nach meiner Erledigung mit dem Zug wieder zurück fahren würde.
Deshalb hatte ich dann ein kleines Zeitfenster für den Weg zum Bahnhof und evtl. ein paar „fotografische Umwege“. Tagsüber war das Licht sehr trüb gewesen, teils war es unter den Regenwolken sehr dunkel.
Und obwohl das nasskalte Wetter alles andere als einladend war, zeigte sich nach Anbruch der Dunkelheit dann doch, dass auch solche Bedingungen zur richtigen Zeit und mit der „richtigen“ Ausrüstung ein Vorteil sein können. (Dazu später noch mehr)
Nahezu jeder trägt heute ein Smartphone bei sich. Einen kleinen, persönlichen Computer, mit dem man telefonieren kann, im Internet surfen kann, kleine Anwendungen nutzen kann, einkaufen kann, Videos anschauen kann, Hörbücher und Musik hören kann. Nebenbei kann ein Smartphone als Taschenrechner oder als Navigationsgerät verwendet werden. Die Möglichkeiten sind groß. Eine weitere, wichtige Funktion eines Smartphones ist bekanntermaßen, dass es als Kamera fungiert.
Das Smartphone hat man immer dabei
Der große Vorteil, der gleichsam ganz klar auf… oder… in(?) der Hand liegt: Es ist für viele Menschen nahezu immer griffbereit, die Meisten haben es immer dabei.
Damit kann vermutlich keine „normale“ Kamera mithalten. Die sind meist größer und sperriger und können meist nur Videos oder Fotos machen.
Vermutlich sind es nur Nerds wie ich, die des Öfteren ihre vergleichsweise große Kamera mit sich herumschleppen. Auch ich trage ein Smartphone mit mir. Aber woran liegt es, dass ich es nur eher ungern fürs Fotografieren verwende?
Aufnahmen in Schwarz und Weiß, also Aufnahmen, die „nur“ Helligkeit-Unterschiede, aber eben keine Farben zeigen, funktionieren anders als Farbaufnahmen.
Es gibt Aufnahmen, die Funktionieren in Schwarz-Weiß und in Farbe. Es gibt aber auch Aufnahmen, die Funktionieren zum Teil nur in Farbe (Klassischer Sonnenaufgang z.B.). Es gibt Aufnahmen, die sehen tatsächlich besser in Schwarz-Weiß aus, weil sie von den Helligkeits-Unterschieden leben und die Farbe eher ablenkend wirkt.
Vor mehr als 10 Jahren war ich in München für einen kleinen Tagesausflug. Es entstanden Aufnahmen mit einem Smartphone (Weitwinkel) und mit einer Spiegelreflex-Kamera (leichtes Teleobjektiv). Und das hat ziemlich gut funktioniert. Ich habe aber aus heutiger Sicht festgestellt, dass die Farben der Smartphone-Bilder suboptimal sind (lag es an dem Ausgangsmaterial oder an meiner damaligen Bearbeitung? – Ich weiß es nicht).
Um Farben richtig zur Geltung zu bringen ist Licht unabdingbar. Der Herbst steht in unseren Breitengraden nicht zu unrecht oft für nasses, kaltes Wetter. Da fehlt es an Sonne und Wärme und alle Farben wirken blass und schwach.
Es gibt sie aber, die Tage, an denen die Farben des Herbstes richtig zu leuchten anfangen.
Fotografieren heißt viele kleine kreative Entscheidungen treffen. Ob einem diese Entscheidungen bewusst sind oder nicht, macht auf jeden Fall einen Unterschied, weil ich dann bewusst steuern kann, wie das Bild am Ende aussieht. Je weniger ich mir über meine Möglichkeiten Einfluss zu nehmen im Klaren bin, umso weniger kann ich das Ergebnis steuern.
Wenn man sich entscheidet, eine Aufnahme zu machen, stellen sich viele Fragen.
Und dabei geht es im Wesentlichen darum zu entscheiden, was im Bild hergehoben werden soll und auch darum, was nicht gezeigt werden soll, weil es z.B. störend/ablenkend wirken würde. Deswegen kann man sagen: Fotografie ist immer selektiv. Bei jedem klar gestalteten Bild hebe ich etwas hervor und schließe anderes aus und „verstecke“ es.
Welche Fragen kann / darf ich mir stellen, die auf mein fertiges Bild wesentlichen Einfluss haben werden?
Wenn manch einer an die Stadt Ulm denkt, dann denkt er an eine Stadt, die besonders im Herbst und Winter von Nebel heimgesucht wird.
Ulm ist berühmt für sein Ulmer Münster, das wohl bald seinen Status des höchsten Kirchturms der Welt verlieren wird.
Blick vom Kuhberg 05/2021
Stadt im Wandel
Einige Bewohner von Ulm würden Ulm vermutlich auch die Stadt der 1000 Baustellen nennen. Man muss zugeben, das Stadtbild hat sich zuletzt wirklich verändert und auch modernisiert und ich würde schon sagen zum Guten, aber das hat viele und auch große Zeiträume umfassende Bauarbeiten erfordert.
Die Realität ist, dass es mit den großen Bauarbeiten noch eine ganze Weile lang weiter gehen wird, sehr zum Leidwesen all jener, die gezwungen sind, ihre Wege in oder durch die Stadt zu machen, zumal besonders die Erneuerung von Brücken ein Thema ist.