Nahezu jeder trägt heute ein Smartphone bei sich. Einen kleinen, persönlichen Computer, mit dem man telefonieren kann, im Internet surfen kann, kleine Anwendungen nutzen kann, einkaufen kann, Videos anschauen kann, Hörbücher und Musik hören kann. Nebenbei kann ein Smartphone als Taschenrechner oder als Navigationsgerät verwendet werden. Die Möglichkeiten sind groß. Eine weitere, wichtige Funktion eines Smartphones ist bekanntermaßen, dass es als Kamera fungiert.
Das Smartphone hat man immer dabei
Der große Vorteil, der gleichsam ganz klar auf… oder… in(?) der Hand liegt: Es ist für viele Menschen nahezu immer griffbereit, die Meisten haben es immer dabei.
Damit kann vermutlich keine „normale“ Kamera mithalten. Die sind meist größer und sperriger und können meist nur Videos oder Fotos machen.
Vermutlich sind es nur Nerds wie ich, die des Öfteren ihre vergleichsweise große Kamera mit sich herumschleppen. Auch ich trage ein Smartphone mit mir. Aber woran liegt es, dass ich es nur eher ungern fürs Fotografieren verwende?
Aufnahmen in Schwarz und Weiß, also Aufnahmen, die „nur“ Helligkeit-Unterschiede, aber eben keine Farben zeigen, funktionieren anders als Farbaufnahmen.
Es gibt Aufnahmen, die Funktionieren in Schwarz-Weiß und in Farbe. Es gibt aber auch Aufnahmen, die Funktionieren zum Teil nur in Farbe (Klassischer Sonnenaufgang z.B.). Es gibt Aufnahmen, die sehen tatsächlich besser in Schwarz-Weiß aus, weil sie von den Helligkeits-Unterschieden leben und die Farbe eher ablenkend wirkt.
Vor mehr als 10 Jahren war ich in München für einen kleinen Tagesausflug. Es entstanden Aufnahmen mit einem Smartphone (Weitwinkel) und mit einer Spiegelreflex-Kamera (leichtes Teleobjektiv). Und das hat ziemlich gut funktioniert. Ich habe aber aus heutiger Sicht festgestellt, dass die Farben der Smartphone-Bilder suboptimal sind (lag es an dem Ausgangsmaterial oder an meiner damaligen Bearbeitung? – Ich weiß es nicht).
Um Farben richtig zur Geltung zu bringen ist Licht unabdingbar. Der Herbst steht in unseren Breitengraden nicht zu unrecht oft für nasses, kaltes Wetter. Da fehlt es an Sonne und Wärme und alle Farben wirken blass und schwach.
Es gibt sie aber, die Tage, an denen die Farben des Herbstes richtig zu leuchten anfangen.
Fotografieren heißt viele kleine kreative Entscheidungen treffen. Ob einem diese Entscheidungen bewusst sind oder nicht, macht auf jeden Fall einen Unterschied, weil ich dann bewusst steuern kann, wie das Bild am Ende aussieht. Je weniger ich mir über meine Möglichkeiten Einfluss zu nehmen im Klaren bin, umso weniger kann ich das Ergebnis steuern.
Wenn man sich entscheidet, eine Aufnahme zu machen, stellen sich viele Fragen.
Und dabei geht es im Wesentlichen darum zu entscheiden, was im Bild hergehoben werden soll und auch darum, was nicht gezeigt werden soll, weil es z.B. störend/ablenkend wirken würde. Deswegen kann man sagen: Fotografie ist immer selektiv. Bei jedem klar gestalteten Bild hebe ich etwas hervor und schließe anderes aus und „verstecke“ es.
Welche Fragen kann / darf ich mir stellen, die auf mein fertiges Bild wesentlichen Einfluss haben werden?
Wenn manch einer an die Stadt Ulm denkt, dann denkt er an eine Stadt, die besonders im Herbst und Winter von Nebel heimgesucht wird.
Ulm ist berühmt für sein Ulmer Münster, das wohl bald seinen Status des höchsten Kirchturms der Welt verlieren wird.
Blick vom Kuhberg 05/2021
Stadt im Wandel
Einige Bewohner von Ulm würden Ulm vermutlich auch die Stadt der 1000 Baustellen nennen. Man muss zugeben, das Stadtbild hat sich zuletzt wirklich verändert und auch modernisiert und ich würde schon sagen zum Guten, aber das hat viele und auch große Zeiträume umfassende Bauarbeiten erfordert.
Die Realität ist, dass es mit den großen Bauarbeiten noch eine ganze Weile lang weiter gehen wird, sehr zum Leidwesen all jener, die gezwungen sind, ihre Wege in oder durch die Stadt zu machen, zumal besonders die Erneuerung von Brücken ein Thema ist.
Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde. Computer-generierte Bilder gibt es ja schon seit längerem. Aber, dass anhand von Stichworten teils täuschend echte Bilder generiert werden, ist die aktuelle Neuerung.
Sommer 2024… Blume im Gegenlicht
Es können Landschaften, Portraits von Menschen und Tieren, Bilder von Städten, Bilder aus der Natur generiert werden… ja letztlich alles, womit und worauf die Künstliche Intelligenz trainiert wurde. Das sieht manchmal ziemlich gut aus und es ist spannend zu beobachten, wie sich das Ganze weiterentwickelt.
Künstliche Intelligenz bietet viele Möglichkeiten.
Ich starte meine Gedanken in diesem Artikel mit einem Bibelvers. Die ursprünglichen Adressaten dieser Worte, so kann man es aus dem Text schlussfolgern, waren sehr von sich überzeugt. Sie waren etwas Besseres. Sie hatten mehr Verstand. Sie hatten mehr Wissen, sie hatten mehr Weisheit. Als die anderen.
Kennst du das von dir? Dass du in manchen Momenten so überzeugt bist von dir, dass du deine eigene Überheblichkeit nicht mehr wahrnimmst?
„Ja, die anderen! Die machen so dumme Sachen. Ich kann das gar nicht verstehen. Ich würd mich nie so blöd verhalten wie…“
Für mich ist Fotografieren besonders. Vor ungefähr 20 Jahren habe ich angefangen meine ersten Gehversuche mit einer Kamera zu machen. Ich hatte mir damals so eine kleine Kompaktkamera mit einem kleinen 3fach-Zoom-Objektiv zugelegt.
Winterlicher Sonnenuntergang, Fotografiert mit der Traveler Slimline X6, meiner ersten Digital-Kamera, November 2008
Kreativiät in der Kindheit
Ich bin ein kreativ veranlagter Mensch. In meiner Kindheit und Jugend habe ich gern gezeichnet und gemalt, eigentlich nie richtig gut, tatsächlich habe ich eher karikatur-artige Zeichnungen angefertigt. Das exakte, maßstabsgetreue, realistische Zeichnen war nicht meine Stärke. Vielleicht hat mir dazu auch einfach die richtige Technik gefehlt.
Was macht ein Bild aus, das ins Auge springt, das die Aufmerksamkeit seines Betrachters wenigstens einige Sekunden lang gewinnt?
Das ist gewissermaßen gar nicht so einfach zu sagen und der kurze Beitrag hier soll keine Anleitung darstellen, sondern nur eine kurze Überlegung in eigene Worte gefasst.
1. Ein klares Motiv
Eine fesselnde Bildgestaltung hat zuerst einmal ein klares Motiv. Dabei muss das Motiv an sich gar nichts Außergewöhnliches sein.
Die Hersteller heutiger Kameras bemühen sich darum, die neusten Funktionen ihrer Kameras herauszustellen.
Wie viele Megapixel hat der Bild-Sensor? Wie viele Bilder in einer Sekunde kann die Kamera schießen? Wie viele Autofokus-Punkte hat die Kamera? Wie viele Bildpunkte hat das Display?
Sicherlich sind viele dieser Daten und Features zu einem gewissen Grad wichtig und ermöglichen bestimmte Aufnahmen, die sonst nicht vorstellbar wären.
Die Frage, die ich mir aber immer wieder stelle, ist dann: Wie haben Fotografen vor 20, 30, 40 oder 50 Jahren ihre Bilder machen können? Damals war die Technik weit weniger entwickelt. Damals gab es keine digitalen Bildsensoren, damals gab es keinen Autofokus wie wir ihn heute kennen und doch sind auch damals bemerkenswerte Fotografien entstanden.
Kamerahersteller verkaufen teure Ausrüstung und werben subtil mit dem Versprechen: „Wenn du diese Ausrüstung hast, werden deine Bilder nahezu automatisch besser“.
(die selbe Werbestrategie findet man auch bei Smartphones und deren Kameras)
Aber ist das wahr? Kurz gesagt: Jain.
Höherwertige Technik mit besseren Möglichkeiten erlaubt es generell einfacher, schneller, besser, spezialisierter zu arbeiten. Für bestimmte Aufgaben benötigt es bestimmtes Werkzeug. Aber dieses Werkzeug ersetzt keine Kreativität. Jemand, der fotografiert, muss in der Lage sein, das Werkzeug (Kamera, Objektiv und weiteres Zubehör) gezielt kreativ zu gebrauchen.
Jemand, der kreativ ist, kann auch mit elementarem Werkzeug (zum Beispiel einer „veralteten“ digitalen Spiegelreflexkamera) wunderbare Bilder schaffen, während jemand ohne Know-How den neusten Boliden eines Kameraherstellers für ein einfaches Bild nicht mal richtig eingestellt bekommt, weil er nicht versteht, was seine Einstellungen konkret bezwecken.
Folgende Bilder sind an einer „alten“ Kamera entstanden (die Kamera selbst war keine 100 Euro wert, mit einem Objektiv, das auch sehr preisgünstig erworben werden konnte).
Eine klare, gute Gestaltung ist für ein Bild wichtiger als die Frage welches Baujahr eine Kamera hat und welcher Bildsensor in ihr verbaut ist.
Tipp: Es gibt große Fotohändler mit großem Angeboten an gebrauchten Kameras, Objektiven usw.. Selbst viele 10 oder 15 Jahre alte Kameras sind meines Erachtens häufig so gut, dass nur wenige Nutzer schnell an die Grenzen der dort verbauten Technik stoßen.