Eine Technik der Gestaltung von Bildern kann darin bestehen, Muster aufzugreifen, die der Fotograf wahrnimmt. Muster kommen klassisch ganz häufig vor in Architektur oder in Textilien, können aber auch in belebten Wesen auftreten, z.B. Menschen oder Tiere oder Pflanzen, die in der Art eines Musters angeordnet sind.
Im Winter stößt man beim Fotografieren auf verstärkte Herausforderungen.
Das Wetter kann kalt und nass sein. Die Tage sind kurz. Bei einem Job, der Arbeit von früh am Morgen bis zum späten Nachmittag erfordert, bekommt man wenig Tageslicht zu sehen.
Eine Skulptur im Ulmer Fischerviertel, 2025
Die Gelegenheiten zum Fotografieren können in der Adventszeit rar gesät sein, z.B. wegen erhöhtem Terminaufkommen oder einfach, weil es so früh dunkel wird und man auch wegen den kalten Temperaturen wenig draußen ist und es drinnen meist auch eher dunkel ist.
Der folgende Artikel stellt keine Schritt-für-Schritt-Anleitung dar, sondern stellt nur einige Gedanken und Überlegungen dar, die beim Fotografieren in der dunklen Jahreszeit relevant sein könnten.
Wer kennt es? Man hat sich ein Ziel gesetzt, man hat eine grobe Vorstellung, wie das Ergebnis am Ende aussehen soll. Man bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen, das angestrebte Ergebnis zu erreichen. Wenn man im Nachhang nüchtern drüber schaut, ist das Ergebnis nicht das, was man sich erhofft hat.
Ich kenne das aus allen Lebensbereichen. Ein Plan geht nicht auf, oftmals auch, weil man die Wirklichkeit unterschätzt hat. Oft funktionieren Sachen nicht, weil man einen oder mehrere Faktoren, die das Ergebnis negativ beeinflussen können, unterschätzt hat.
Wozu Fehler gut sind
Fehler decken gewissermaßen unsere Naivität auf. Wir verstecken Fehler, ja Fehler sind ja nichts Vorzeigenswertes. Wir selber sind unzufrieden mit dem Ergebnis und zeigen es entsprechend auch nicht nach außen.
Mehr als 10 Jahre liegt mein eintägiger Aufenthalt in Barcelona zurück.
Die Sagrada Familia (links). Im Hintergrund das Meer.
Ich hatte danals ein bisschen Sorge, dass mir meine damalige digitale Spiegelreflexkamera entwendet werden würde (man liest von einer hohen Kriminalitätsrate), also ließ ich sie im Hotel und nahm nur eine kleine Kompaktkamera mit einem 20fach-Zoom mit mir.
Wenn man 20faches Zoom-Objektiv hört, klingt das erst einmal nach einem großem Zoombereich, aber man muss schon sagen, dass die Bildqualität natürlich keine Wunder vollbringt.
Zudem sind die kleinen fest verbauten Zoom-Objektive anfällig für Defekte, saugen mit der Zeit viel Staub ein und machen mit der Zeit Probleme, wenn Staub auf den Bild-Sensor oder nahe an den Bild-Sensor gelangt.
Nichts desto trotz wurden mit dieser beschränkten Ausrüstung ein paar wertvolle Erinnerungen geschaffen.
Der folgende Artikel ist einerseits ein Foto-Nerd-Artikel. Andererseits hat der Artikel Relevanz auch für viele andere Lebensbereiche.
Was ist das „Gear Aquisition Syndrome“?
Insbesondere im Bereich von Foto und Videotechnik, aber auch im Musik-Instrumenten-Bereich hat sich der Begriff einen Namen gemacht. Auf Deutsch könnte man vom „Ausrüstungs-Beschaffungs-Syndrom“ sprechen.
Was genau ist eigentlich eine Reflektion? Eine Reflektion ist eine Widerspiegelung. Ein Lichtstrahl wird z.B. von einem Spiegel großteils zurückgeworfen.
Die von der Abendsonne beleuchteten Gebäude werden in der Donau reflektiert. Die Fenster des hohen Donau-Centers reflektieren teils im Detail die Abendsonne.
Man könnte sagen, das Gegenteil einer Reflektion ist eine Absorption. Bei einer Absorption bleiben die Lichtstrahlen im Objekt, das das Licht wird absorbiert und das Objekt wird dabei erhitzt. Wenn Licht vollständig absorbiert wird, dann erscheint uns der Gegenstand schwarz.
Bei einer weißen oder farbigen Hauswand wird das Licht sowohl teil-absorbiert als auch zu unterschiedlichem Grad teil-reflektiert. Meistens sprechen wir explizit von Reflektionen bei Spiegeln, bei Glas, bei Wasser, aber auch Metalle reflektieren teilweise verstärkt das Licht.
Es gibt viele unterschiedliche Objektive, die sich in Funktion und Bildergebnissen unterscheiden. Es gibt verschiedene Begriffe, die helfen sollen, einzuordnen, um was für ein Objektiv es sich handelt.
Eine ganz grundsätzliche Unterscheidung ist dabei die Einordnung in 1. Zoom-Objektive und 2. Objektive mit fester Brennweite.
Zoom-Objektiv
Ein Zoom-Objektiv, erlaubt mir aus meiner momentanen Position durch das „Hinein-Zoomen“ mein Motiv größer abzubilden. Unterschiedliche Zoom-Objektive haben verschieden große Zoombereiche. Manche können 2fach, 3fach, 5fach oder 10fach oder noch mehr vergrößern.
Im Winter bewegt sich die Sonne schnell tiefer, wenn sie untergeht.
Eine Aufnahme am Morgen. Ich mag, wir es aussieht, als ob die Kräne miteinander interagieren, 2025
Nach einem Termin in München hatte ich noch etwas Zeit bis der Zug aus dem Bahnhof auslaufen sollte. Ich war in der Nähe der Theresienwiese, hatte zwei Kameras dabei, die mehr als 10 Jahre alt waren und auch damals schon technisch vielen Kameras unterlegen waren, was die reine Bildqualität angeht, besonders, was Dynamikumfang, Bildrauschen und derartige Qualitäten des Bildsensors anging. Insbesondere das verwendete Zoom-Objektiv ließ nur vergleichsweise wenig Licht auf den Sensor.
Kürzlich musste ich – bei regnerischem Wetter und trübem Himmel – nach Ulm. Wenn es geht, habe ich meine Kamera dabei, das vorrangige Ziel war aber eine Erledigung, Bilder zu machen war höchstens Nebensache. Die zeitlichen Rahmenbedingungen konnte ich begrenzt steuern, eigentlich war klar, dass ich im Dunkeln ankommen würde und dann nach meiner Erledigung mit dem Zug wieder zurück fahren würde.
Deshalb hatte ich dann ein kleines Zeitfenster für den Weg zum Bahnhof und evtl. ein paar „fotografische Umwege“. Tagsüber war das Licht sehr trüb gewesen, teils war es unter den Regenwolken sehr dunkel.
Und obwohl das nasskalte Wetter alles andere als einladend war, zeigte sich nach Anbruch der Dunkelheit dann doch, dass auch solche Bedingungen zur richtigen Zeit und mit der „richtigen“ Ausrüstung ein Vorteil sein können. (Dazu später noch mehr)
Nahezu jeder trägt heute ein Smartphone bei sich. Einen kleinen, persönlichen Computer, mit dem man telefonieren kann, im Internet surfen kann, kleine Anwendungen nutzen kann, einkaufen kann, Videos anschauen kann, Hörbücher und Musik hören kann. Nebenbei kann ein Smartphone als Taschenrechner oder als Navigationsgerät verwendet werden. Die Möglichkeiten sind groß. Eine weitere, wichtige Funktion eines Smartphones ist bekanntermaßen, dass es als Kamera fungiert.
Das Smartphone hat man immer dabei
Der große Vorteil, der gleichsam ganz klar auf… oder… in(?) der Hand liegt: Es ist für viele Menschen nahezu immer griffbereit, die Meisten haben es immer dabei.
Damit kann vermutlich keine „normale“ Kamera mithalten. Die sind meist größer und sperriger und können meist nur Videos oder Fotos machen.
Vermutlich sind es nur Nerds wie ich, die des Öfteren ihre vergleichsweise große Kamera mit sich herumschleppen. Auch ich trage ein Smartphone mit mir. Aber woran liegt es, dass ich es nur eher ungern fürs Fotografieren verwende?