Schlagwort: nachsinnen

  • Der Sinn und die Vergeblichkeit meiner Fotografie

    Was qualifiziert mich, über eine gewissermaßen philosophische Überlegung zu schreiben, die sich mit meiner Vergänglichkeit und auch der Vergeblichkeit meiner menschlichen Bemühungen beschäftigt?

    Meine einzige Qualifikation besteht wohl darin, dass ich als Mensch mir Gedanken über die Sinnhaftigkeit meines Tuns mache und besonders auch über den Umgang mit meiner Zeit.

    Was ist Fotografie für mich?

    Fotografie ist für mich ein Hobby, eine Beschäftigung, der ich besonders dann nachgehe, wenn keine anderen Verpflichtungen akut zu erfüllen sind. Es ist ein Hobby, das Zeit bedarf, Geld kosten kann und gedankliche Anstrengung erfordert. Und ich frage mich schon, welchen Nutzen es am Ende bringt und ob es nicht ein vergebliches Unterfangen ist, Fotografien anzufertigen, die in dem Sinn oftmals „banale“ und „alltägliche“ Dinge zeigen.

    Die letzten Sonnenstrahlen des Tages, 2026

    Wäre Fotografie für mich eine Profession, also ein Weg Geld und den Lebensunterhalt zu verdienen, wäre es – wenigstens in meiner naiven Vorstellung – eine logische und folgerichtige Sache dabei Sinn zu empfinden und zu wissen: Das, was ich mache, lohnt sich, denn ich verdiene mir Brot und Unterkunft und versorge dabei ggfs. noch meine Familie und diene meinen Klienten mit meiner Arbeit, die zwar freilich dafür bezahlen, aber eben auch eine Leistung und einen Mehrwert dafür erhalten (ich denke in Wirklichkeit ist das Ganze komplexer…)

    Was macht für mich das Hobby Fotografie aus?

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  • Ruhe

    Wie lässt sich Ruhe definieren? Was macht Ruhe aus? Ist Ruhe einfach Abwesenheit von Lärm und Geschäftigkeit?

    Man kann sicher sagen, dass das Wort Ruhe in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht wird. Ruhe kann sich auf das Ausbleiben eines hörbaren Lärmes beziehen. Sie kann sich auf das Einstellen/Pausieren einer Bewegung beziehen. Rechtlich gesehen kann ein Vertrag oder ein Abo ruhen.

    Aber ganz elementar finde ich die Tatsache, dass wir Menschen so gemacht sind, dass wir immer wieder ruhen müssen. Wir sind keine Maschinen, die über Tage hinweg pausenlos funktionieren. Wir brauchen Ruhepausen.

    Wenn man beispielsweise eine Wanderung unternimmt, wird man irgendwann eine Rast machen, d.h. man nimmt sich eine Zeit, in der man nicht weitergeht, sondern nur ruht, sich vielleicht hinsetzt, etwas isst und sich erholt.

    Das Ruhen gehört elementar zu unserem Leben dazu. Die Zeit der Ruhe kann, sofern man wach ist, eine Zeit des Nachdenkens sein.

    Ich finde, dass wir uns in unserer Gesellschaft schon schwer tun, wirklich Ruhe zu finden. Es gibt so viele Angebote von Film -oder Musik-Streaming-Platformen, es gibt Podcasts, sowieso Radio, Fernsehen, Zeitungen, Bücher, Webseiten. Wir können unser Leben vom Morgen bis zum Abend durchgängig mit Infos und Unterhaltung und Aktivitäten füllen. Aber kommen wir dabei wirklich zur Ruhe?

    Ich habe neulich, eines Abends ein Foto machen können. Das beschäftigt mich tatsächlich ein wenig.

    Ein Mann ist darauf zu sehen. Er macht offenbar eine Pause an einem Platz vor einem großen Kirchengebäude. Kopfhörer sind im Ohr.

    Wie viel Ruhe hat er gefunden?