Der Blautopf in Blaubeuren ist zuweilen ein bekannter Touristen-Magnet. Was den Blautopf so faszinierend macht, ist die namensgebende Färbung an der Karstquelle der Blau, einem Fluss, der über Blaubeuren, durch das Blautal, durch Teile von Blaustein und schließlich durch den Ulmer Stadtteil Söflingen fließt, um am Ende in der Donau zu münden.

Derzeit befindet sich der Blautopf bzw. das Gelände um die Quelle herum im Umbau und es ist laut derzeitigen Berichten damit zu rechnen, dass die Baustelle bis 2030 verbleibt (ursprünglich wurde mit einer Bauzeit von 4 Jahren ab 2024 gerechnet)
Man könnte kritisieren, dass der Blautopf in „denglischer“ Ausdrucksweise „overhyped“ ist, weil die Quelle an sich ein recht kleines Areal unfasst und die Umgebung wenig beeindruckende Sehenswürdigkeiten bietet.
Ich würde das so beurteilen, dass es darauf ankommt. Der Blautopf ist zuweilen häufiger an Wochenenden oder in den Schul-Ferien überrannt. Zu manchen Zeiten, insbesondere in den Morgenstunden kann es dort aber sehr ruhig sein.






Meine Empfehlung ist es im Herbst bei schönem Wetter dem Blautopf einen Besuch abzustatten, wenn man die Möglichkeit hat. Das bunte Laub der Bäume rund um den Blautopf ist wirklich eine Augenweide und generell muss man sagen, dass das Blautal im Herbst wunderschön ist und sich auch nur eine Durchfahrt mit dem Auto (z.B. von Ulm aus Richtung Blaubeuren) schon lohnen kann, vorausgesetzt, der Verkehr ist fließend.
Die nahe Umgebung des Blautopfes kann mit einem Klostergelände punkten und mit Häusern in Fachwerkbauweise.







Um Blaubeuren herum kann man gut wandern/spazieren, es gibt auch eine Burgruine, das Rusenschloss, die man sich ansehen kann. Und insgesamt ist es ein ruhiger und ruhig gelegener Ort, ohne den zeitweiligen touristischen Andrang wenigstens.
Von Ulm aus kann man bei schönem Wetter wunderbar durchs Blautal mit dem Fahrrad anreisen, eine weitere Möglichkeit ist, mit dem Zug anzureisen. Vom Bahnhof aus hat man einen Fußweg von 20 Minuten und kann dabei die Stadt Blaubeuren ein wenig kennen lernen.
Wie übrigens sich die momentane Baustellen-Situation darstellt und wie eingeschränkt ein Besuch des Blautopfes im Moment ist, weiß ich nicht.
Man kann gespannt sein, wie sich der Blautopf bzw. seine direkte Umgebung bis 2030(?) verändern wird.