Blautopf

Der Blautopf in Blaubeuren ist zuweilen ein bekannter Touristen-Magnet. Was den Blautopf so faszinierend macht, ist die namensgebende Färbung an der Karstquelle der Blau, einem Fluss, der über Blaubeuren, durch das Blautal, durch Teile von Blaustein und schließlich durch den Ulmer Stadtteil Söflingen fließt, um am Ende in der Donau zu münden.

Das Wasser am Blautopf schimmert je nach Witterung unterschiedlich. Aber oft ist dieser bläulich-türkise Farbton zu sehen, 2022 Blaubeueren

Derzeit befindet sich der Blautopf bzw. das Gelände um die Quelle herum im Umbau und es ist laut derzeitigen Berichten damit zu rechnen, dass die Baustelle bis 2030 verbleibt (ursprünglich wurde mit einer Bauzeit von 4 Jahren ab 2024 gerechnet)

Man könnte kritisieren, dass der Blautopf in „denglischer“ Ausdrucksweise „overhyped“ ist, weil die Quelle an sich ein recht kleines Areal unfasst und die Umgebung wenig beeindruckende Sehenswürdigkeiten bietet.

Ich würde das so beurteilen, dass es darauf ankommt. Der Blautopf ist zuweilen häufiger an Wochenenden oder in den Schul-Ferien überrannt. Zu manchen Zeiten, insbesondere in den Morgenstunden kann es dort aber sehr ruhig sein.

Die Wassermühle am Blautopf, 2022
Die schöne Lau am Blautopf, Skulptur von Fritz von Graevenitz, 2022
Viel Laub hat sich im Blautopf gesammelt, 2022
Das Kloster am Blautopf mit Spiegelung, 2022
Oben der Fußweg um den Blautopf. Insbesondere auch dieser wird umgebaut nach einem neuen Konzept, 2022
Oberhalb des Blautopfes befindet sich ein mit Bäumen bewachsener Hang, 2022

Meine Empfehlung ist es im Herbst bei schönem Wetter dem Blautopf einen Besuch abzustatten, wenn man die Möglichkeit hat. Das bunte Laub der Bäume rund um den Blautopf ist wirklich eine Augenweide und generell muss man sagen, dass das Blautal im Herbst wunderschön ist und sich  auch nur eine Durchfahrt mit dem Auto (z.B. von Ulm aus Richtung Blaubeuren) schon lohnen kann, vorausgesetzt, der Verkehr ist fließend.

Die nahe Umgebung des Blautopfes kann mit einem Klostergelände punkten und mit Häusern in Fachwerkbauweise.

Das Kloster, hier befindet sich ein theologisches Seminar (evangelisch), 2022
Brunnen, Taufe Jesu, 2022
Kloster, 2022
Diese Straße führt zum Blautopf, 2022
Das strahlende Laub, 2022
Klostergebäude, 2022
Klostergebäude, 2022

Um Blaubeuren herum kann man gut wandern/spazieren, es gibt auch eine Burgruine, das Rusenschloss, die man sich ansehen kann. Und insgesamt ist es ein ruhiger und ruhig gelegener Ort, ohne den zeitweiligen touristischen Andrang wenigstens.

Von Ulm aus kann man bei schönem Wetter wunderbar durchs Blautal mit dem Fahrrad anreisen, eine weitere Möglichkeit ist, mit dem Zug anzureisen. Vom Bahnhof aus hat man einen Fußweg von 20 Minuten und kann dabei die Stadt Blaubeuren ein wenig kennen lernen.

Wie übrigens sich die momentane Baustellen-Situation darstellt und wie eingeschränkt ein Besuch des Blautopfes im Moment ist, weiß ich nicht.

Man kann gespannt sein, wie sich der Blautopf bzw. seine direkte Umgebung bis 2030(?) verändern wird.