Wenn ich meine Fotografie-Sachen für eine Reise zusammenpacke, dann greife ich oft instinktiv zu einem Zoom-Objektiv.
Canon EF 100mm f/2,0 USM
„Am besten deckt es einen möglichst großen Zoom-Bereich ab, damit ich alle möglichen Motive abdecken kann. Ich muss ja für jede Lage gewappnet sein. Ich bin ja schließlich nicht jeden Tag dort!“ Das habe ich mir gesagt.
Chinesische Smartphones von der Firma Xiaomi werden wenigstens in bestimmten Kreisen inzwischen recht aggressiv beworben und auch von prominenten Smartphonetestern z.B. mit Google Pixel-Geräten mit den Samsung-Topmodellen oder den iPhones in aufwendigen Tests verglichen.
Das Xiaomi 15T Pro
Mein Bericht hier stellt keinen detaillierten Vergleichstest und auch keinen „Test“ des Geräts als solches dar, sondern ich stelle mir aus der Sicht eines Fotografie-Begeisterten die Frage: Wie gut taugt das Xiaomi 15T Pro zum Fotografieren?
Inzwischen sind verfrüht im Juni 2026 bereits das Xiaomi 17T und 17T Pro erschienen, welche, was ihre Fotografiefähigkeiten angeht, durchaus ähnliche Funktionen aufweisen sollten wie das 15T Pro und natürlich bietet Xiaomi noch hochwertigere Modelle an.
Städte sind Orte, an denen vergleichsweise dicht gedrängt, viele Menschen leben. Städte sind Orte der Architektur, schließlich braucht es Plätze, an denen die Menschen sich aufhalten und wohnen können. Städte sind Orte des Handels. Menschen brauchen Nahrung, Kleidung und interessieren sich für viele weiteren Dinge wie Religion, Bildung und Sport.
München, Altstadtring 2026
In Städten ist viel Bewegung. Menschen, die sich von einem Ort zum anderen bewegen. Fahrzeuge, die sich von einem Ort zum anderen bewegen. Zuweilen findet sich auch ein Stück weit die Pflanzenwelt in der Stadt wieder. Aber zum Wesen einer Stadt gehört meinem Verständnis nach, dass sie stark bebaut ist.
Mich fasziniert, welche unterschiedlichen Ebenen der Geschichte in Städten sichtbar werden. Es gibt moderne, junge Gebäude, es gibt aber auch alte Gebäude, manchmal schon mehr als ein Jahrtausend alt.
Jede Stadt hat ihre eigene Geschichte. Manche Stadt ist recht jung. Andere Städte faszinieren durch ihre lange Geschichte, die bis in die Zeit der Römer zurückreicht.
Ich muss zugeben. Ich habe bislang eher ungern mit meinem Smartphone fotografiert. Das liegt unter anderem daran, dass eine Kamera nur einzig dafür konzipiert und gebaut ist, Bilder zu machen, während Smartphones Geräte sind, die universell für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden können, auch um Fotos zu machen, aber ihr Design ist durch das große Touch-Display darauf ausgelegt, unterschiedlichste Anwendungen auszuführen.
Fürs Schreiben ist ganz sicher eine physische Tastatur überlegen, für Videospiele ein Gamepad, für musikalische Anwendungen taugt ganz sicher ein echtes Instrument mehr und für Fotos, da ist eine dedizierte Kamera das eigentlich sinnvolle Werkzeug, mit einem gut geformten Griff, einem optischen oder digitalen Sucher, mit vielen Knöpfen und Dreh-Rädern für schnelle Einstellungen.
Gelegentlich finde ich die Möglichkeit zu einem Kurz-Trip in eine Stadt. Im März 2026 konnte ich nach München.
Ein Wahrzeichen von München, die Frauenkirche. Ich mag hier den Verkehr und das Geschehen und auf der Straße ins Bild zu involvieren. Ich denke, das ist lebendiger.
Ich habe den Abend draußen auf den Straßen verbracht, Straßenmusikern zugehört, die Gebäude und die Menschen betrachet und dabei einige Bilder gemacht.
Kirchengebäude – ein Relikt aus der Vergangenheit?
Große Kirchengebäude sind in Deutschland und anderen westlichen Staaten teilweise ein Relikt aus der Vergangenheit, ein Relikt aus einer Zeit, in der die Menschen einen anderen Zugang zu Religion und zu Gott hatten.
Petrus-Statue vor der Dreifaltigkeitskirche Ulm, 2021
Politikwissenschaftler, Philosoph und Katholik Charles Taylor beispielsweise schrieb zu diesem Themenkomplex das Mammutwerk „Ein säkulares Zeitalter“, wo er den Prozess der Säkularisierung beschreibt und aus seiner Sicht interpretiert.
Fotografieren in großen Städten ist oft „einfach“, besonders, wenn da alles vorhanden ist – besondere Architektur, die man in einem kleinen Dorf in der Dichte einfach nicht findet. Viele Menschen, die es gewohnt sind, dass Touristen dort viele Bilder machen. Als Reisender gehört man ins Stadtbild. Im Dorf wird man, wenn man dort fotografiert, eher seltsam beäugt.
Und doch macht eines auch in einer Stadt wie München einen riesigen Unterschied. Nämlich das Licht.
Im Winter bewegt sich die Sonne schnell tiefer, wenn sie untergeht.
Eine Aufnahme am Morgen. Ich mag, wir es aussieht, als ob die Kräne miteinander interagieren, 2025
Nach einem Termin in München hatte ich noch etwas Zeit bis der Zug aus dem Bahnhof auslaufen sollte. Ich war in der Nähe der Theresienwiese, hatte zwei Kameras dabei, die mehr als 10 Jahre alt waren und auch damals schon technisch vielen Kameras unterlegen waren, was die reine Bildqualität angeht, besonders, was Dynamikumfang, Bildrauschen und derartige Qualitäten des Bildsensors anging. Insbesondere das verwendete Zoom-Objektiv ließ nur vergleichsweise wenig Licht auf den Sensor.
Aufnahmen in Schwarz und Weiß, also Aufnahmen, die „nur“ Helligkeit-Unterschiede, aber eben keine Farben zeigen, funktionieren anders als Farbaufnahmen.
Es gibt Aufnahmen, die Funktionieren in Schwarz-Weiß und in Farbe. Es gibt aber auch Aufnahmen, die Funktionieren zum Teil nur in Farbe (Klassischer Sonnenaufgang z.B.). Es gibt Aufnahmen, die sehen tatsächlich besser in Schwarz-Weiß aus, weil sie von den Helligkeits-Unterschieden leben und die Farbe eher ablenkend wirkt.
Vor mehr als 10 Jahren war ich in München für einen kleinen Tagesausflug. Es entstanden Aufnahmen mit einem Smartphone (Weitwinkel) und mit einer Spiegelreflex-Kamera (leichtes Teleobjektiv). Und das hat ziemlich gut funktioniert. Ich habe aber aus heutiger Sicht festgestellt, dass die Farben der Smartphone-Bilder suboptimal sind (lag es an dem Ausgangsmaterial oder an meiner damaligen Bearbeitung? – Ich weiß es nicht).