„Hast du jetzt nicht endlich genug Bilder davon?“ könnte eine Frage lauten, die gestellt wird, wenn man wieder einmal loszieht um einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Die Sonne ist so ein universelles Motiv, das sich in zahllosen unterschiedlichen Kontexten fotografieren lässt.
2026
Ich denke, es gibt noch eine Reihe von anderen Motiven, bei denen es sich lohnt, sie immer wieder zu fotografieren.
Ich mag es sehr gerne, mir Bilder von Fotografen anzuschauen und zu betrachten, was sie gesehen haben.
Ich mag es auch gerne, mir Künstler aus anderen visuell ausgerichteten Disziplinen anzuschauen. Ein Künstler, mit dem ich mich öfter beschäftigt habe, ist Caspar David Friedrich. Er war ein Maler im 18. und 19. Jahrhundert.
Mit seinen zuweilen durchaus melancholisch wirkenden Bildern trifft er irgendwo einen Nerv bei mir.
„Abtei im Eichwald“, Caspar David Friedrich, 1809-1810,
Seine Malerei war nicht abstrakt, sondern orientierte sich von den Motiven her an der realen Welt.
„Fisheye“-Objektive (zu deutsch: „Fischaugen“-Objektive) sind Objektive, die einen großen Bildwinkel abdecken. Es kommt also sehr, sehr viel aufs Bild, deutlich mehr als das menschliche Auge wahrnehmen kann.
Das Walimex Fisheye 8mm f/3,5 Objektiv wurde für digitale Spiegelreflexkameras produziert.
Fisheye-Objektive verzerren dabei das Bild sehr stark. Man kann den Fisheye-Effekt stark vereinfacht so beschreiben: Gerade Linien werden zunehmend gebogen dargestellt je mehr sie sich in Richtung der Bild-Ecken befinden. Das stört bei Landschaftsaufnahmen mit organischen Formen nicht so sehr, wenn man es geschickt anstellt, bei Architekturbildern mit vielen vertikalen und horizontalen Linien hingegen womöglich schon.
Die starken Verzerrungen zu den Bildrändern hin werden hier sehr deutlich. Die rote XXL-Bank ist tatsächlich in Wirklichkeit gerade. In der Bildmitte können Linien ziemlich gerade bleiben. Blick aufs Donau-Ufer in Ulm, 2017(mehr …)
Mir scheint es manchmal so, als ob es einen Mythos gibt, eine Art Legende unter Fotografierenden, dass ein Bild nur dann „korrekt“ belichtet ist, wenn alle Teile des Bildes gleichermaßen gut zu erkennen sind. Die hellen Bildbereiche sollten nicht „ausgebrannt“ sein und die dunklen Bildbereiche sollten nicht „ins Schwarze absaufen“.
Beispiel bei abendlichem Gegenlicht anhand der Telekamera des Pixel 10, 2026
Was meint das Wort „Dynamikumfang“?
Eines der magischen Worte in der Fachsprache der Fotografierenden ist „Dynamikumfang“. Der Dynamikumfang meint, wie groß der Bereich ist, den eine Kamera erfassen kann, was helle Bereiche und dunkle Bereiche in einem Bild angeht. Je größer dieser Berrich ist, umso größere Helligkeitsunterschiede können in einem Bild dargestellt werden. Das kann z.B. relevant sein, wenn man aus einer eher dunklen Zimmer durch ein Fenster hinaus ins viel hellere Freie fotografiert und man in einem Bild beides zeigen möchte. Das „dunkle“ Zimmer und den „hellen“ Außenbereich. Lange konnte kaum eine Kamera die hellen und die dunklen Bereiche in einem Bild angemessen „einfangen“. Durch Weiterentwicklung der Bildsensor-Technologie gab es Fortschritte.
Ich bin, seit ich zu fotografieren angefangen habe, oft draußen unterwegs gewesen. Ich staune über die Natur, über das unterschiedliche Aussehen des Lichtes bei verschiedenen Wetterlagen und Tageszeiten. Mich interessieren Bauten, Fahrzeuge, Berge, Bäume, Landschaften, Städte, Tiere, Menschen, eben alles, was man so sieht, wenn man die eigenen Bleibe verlässt und sich zu anderen Orten aufmacht.
Ulmer Münster von dem Gebäude der Stadtwerke aus (rechts im Bild), 2026
Ich fotografiere gewissermaßen alles Mögliche – jedoch nur sehr selten fotografiere ich Dinge unter künstlichen Bedingungen, wo ich das Licht, die Umgebung, die Positionierung des Motivs gezielt selbst gestalte. Das hat sich auch nicht verändert. Ich mag es, das in Bildern einzufangen, „was ist“ und „so wie es ist“.
Aus meiner Sicht taugt ein Smartphone so für vieles so einigermaßen. Es ist ein Gerät, das viele Dinge ermöglicht, aber meist in abgespeckter Form.
Pixel 10, Hauptkamera
Ein großes Display ist für viele Anwendungen einfach nicht zu ersetzen und trotzdem ist es zweifellos so, dass man auch einen epischen Film wie einen Teil der „der Herr der Ringe-Trilogie“ auf einem Smartphone betrachten kann. Wenigstens erfüllt das Smartphone die technischen Voraussetzungen dafür. Die Wirkung ist aber ganz anders als auf einem großen Bildschirm oder gar auf der Leinwand.
Es ist schön, neue Orte zu sehen, z.B. neue Städte oder neue Teile einer Stadt kennen zu lernen und zu entdecken. Es kann aber – fotografisch gesehen – durchaus Sinn machen, immer wieder an bekannte Plätze zurück zu kehren.
Ulm, SWU Gebäude 2026
Aber warum kann es Sinn machen, an Orte zurückkehren, die man bereits gut kennt?
Wenn ich in meinem Leben auf Hindernisse und Begrenzungen stoße, wünsche ich mir oft eine komfortable, bequeme und schnelle Lösung um das Hindernis zu überwinden. Und ganz fraglos: „Dumm“ muss man nicht sein und für viele Hindernisse und Erschwernisse gibt es Lösungen, die bequem und schnell sind.
Für weite Wegstrecken, kann man z.B. ein Automobil oder einen Zug nutzen, statt eine dreistellige Anzahl an Kilometern in mehreren Tagen zu Fuß zurück zu legen.
Besonders für diejenigen, die gerne draußen unterwegs sind und draußen fotografieren (auf mich trifft beides zu) kann schlechtes Wetter eine rechte Plage sein.
Wenn man nicht mit dem richtigen, spritzwasser-geschützten Equipment ausgestattet ist, wagt man sich nicht so gerne in extremere Wetterbedingungen wie z.B. stärkeren Regenfall, allein schon, wenn man Brillenträger ist, hat man dort einfach nur begrenzt Freude, wenn das Wetter wilder wird.
Stadtmauer Ulm, 2021
Und doch kann schlechtes Wetter auch eine Möglichkeit für stimmungsvolle Bilder sein.